12.10.2009
Frech wie Sau
Rietberger Grafschaftler geben ihr Karnevals-Motto 2010 preis
VON BIRGIT VREDENBURG

Mit dem Wappentier in der Mitte passt er sehr gut zum neuen Karnevelsmotto "Die Krise scheint vorbei zu sein, es atmet auf, das rosa Schwein."
Der neue Sessionssticker | FOTO: VREDENBURG

Rietberg. "Die Krise scheint vorbei zu sein, es atmet auf, das rosa Schwein" - lautet das neue, von Holger Hanhardt ersonnene Sessionsmotto, mit dem die Rietberger Grafschaftler sich in diesem Jahr offensichtlich selbst übertroffen haben. "Nicht auszudenken, wenn da gestanden hätte, das rote Schwein", merkte Vizepräsident Robert Junkerkalefeld trocken an, woraufhin Sitzungspräsident Gerd Muhle sich veranlasst sah, darauf zu bestehen, dass die Originalversion künftig unbedingt einzuhalten sei.

Der von den Altweibern favorisierte Vorschlag "Wenn Rietbergs Grafschaft singt und lacht, Tendondria viel Freude macht", fiel in der Endausscheidung knapp durch. Die Empfehlung von Werner Bohnenkamp: "Und wird aus dem Kolping- ein Altenhaus, die Grafschaftler müssen trotzdem raus" war ebenso chancenlos, wie Gerd Muhles "Karneval 2010 - bunt, humorvoll, einfach schön". Auch Vorschläge wie "Bald schwimmen Narren ein und aus, das Kolping- wird zum Badehaus" oder "Karneval sehr stark am Glase, daher kommt Rietis rote Nase" kamen nicht in die engere Auswahl.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Grafschaftler Karnevalsgesellschaft Rietberg stellte der Sitzungspräsident den neuen, ganz hervorragend zum neuen Motto passenden Sessionssticker vor und betonte: "Das Schwein schaut nicht mehr müde und nach unten abtauchend, sondern quicklebendig und frech in die Welt, so wie wir Rietberger Karnevalisten eben sind."

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden die Jahresberichte der einzelnen Abteilungen verlesen. Demnach ist die GKGR-Gesellschaft im vergangenen Jahr von 775 auf 802 Mitglieder angewachsen ist. Grund ist eine neue, bisher namenlose Tanzgarde mit 16 Mitgliedern im Alter von fünf bis sieben Jahren.

Laut Einsatzbericht des DRK war das Jahr 2008 deutlich ruhiger als das Vorjahr. "Das vergangene Jahr war das Jahr der Altweiber, denn aus unseren Reihen kommen Prinzessin Marianne Bartscher, Königin Elke Speit und die Goldene-Tor-Trägerin Kiki Golletz", verkündete die am 23. März neu gewählte Altweiber-Präsidentin Astrid Ellebracht, die seit 40 Jahren aktives Mitglied im Karnevalsverein ist und seit 25 Jahren den Altweibern angehört.

Erfolge waren auch aus der Karnevalsjugend zu hören. Die Prinzengarde glänzte in einem TV-Auftritt bei "Westfalen haut auf die Pauke" und hat den ersten Platz jeweils bei den nordhessischen Meisterschaften in Baunatal und den Westfalenmeisterschaften in Harsewinkel errungen. Die Emshüpfer erreichten den vierten Platz beim Showtanzcontest in Niederntudorf und standen mit der kölschen Band "Brings" auf der Bühne. Die Schlossgeister waren als Vorgruppe der Höhner beim open-Air-Konzert in Oelde dabei und errangen den ersten Platz beim Showtanzcontest in Niederntudorf.

Der Kassenbericht von Helmut Stockmeier ergab einen Gewinn von 11,35 Euro. "In der deutschen Wirtschaft wär ich als Kassierer der Star, weil ich eine schwarze Null geschrieben habe. Das schaffen viele nicht", schmunzelte Stockmeier. Allerdings müsse man sich wohl von den Plänen verabschieden, ein eigenes Vereinsheim zu bauen.

Bei den Wahlen sind Günther Brockschnieder als Vizepräsident und Helmut Stockmeier als erster Kassierer im Amt bestätigt worden. Mecky Peters wurde zum 2. Schriftführer gewählt und zu Beisitzern wurden Verena Martinschledde, Dirk Körkemeier und Siegbert Bartscher-Laukötter ernannt. Zweiter Kassenprüfer neben Thomas Laukötter wurde Bertwald Adrian.

Dokumenten Information
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Dokument erstellt am 11.10.2009 um 17:05:49 Uhr
Letzte Änderung am 11.10.2009 um 20:59:31 Uhr


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