Lübbecke (mim). Die Kreisliga A geht am Ostermontag in das letzte Saisondrittel. Nach Eiersuchen und Osterfeuer wollen die Teams der Jagd nach Punkten erfolgreich sein. Laut Homepage von Union Varl soll dabei das größte Osterfeuer der Gegend im United-Park geben. Der bislang so souveräne Tabellenführer kommt in der Rückrunde bislang allerdings noch nicht auf Touren und ausgerechnet jetzt kommt mit dem VfB Fabbenstedt eine Mannschaft, die derzeit auf der Erfolgswelle schwimmt. Auf einen erneuten Ausrutscher der Numrich-Elf hoffen dabei die Kicker von TuRa Espelkamp. Zu tun haben sie es allerdings mit Eintracht Tonnenheide, gegen den die Alt-Espelkamper seit drei Jahren kein Heimspiel mehr gewinnen konnten. Im Tabellenkeller steht besonders die Partie zwischen dem HSC Alswede und OTSV Pr. Oldendorf im Fokus.
"Wir haben in den letzten beiden Spielen gute Leistungen abgerufen. Dadurch können wir jetzt locker in die nächsten Spiele gehen und vielleicht auch Varl ein wenig ärgern", geht Fabbenstedts Trainer Ludwig Zeller kämpferisch in die Partie beim Tabellenführer. Ein besonderes Spiel wird es sicherlich für Henning Bremermann. Der in bestechender Form spielende Keeper des VfB trug vorher viele Jahre das Varler Trikot. Dabei werden seine ehemaligen Weggefährten sicherlich alles daran setzen, ihrem Ex-Teamkollegen ein paar Eier ins Nest, sprich Tor zu legen. Auch Sebastian Numrich weiß um die Bedeutung des Spiels: "Es sollte langsam mal wieder ein Erfolgserlebnis kommen, sonst kommt man zwangsläufig ins Grübeln".
Beim einzigen ernstzunehmenden Verfolger TuRa Espelkamp hätte der Start ins Jahr 2012 mit drei Siegen in drei Spielen nicht besser laufen können. Und besonders die Spieler wittern langsam eine Chance, die vor der Winterpause noch schier undenkbar war. Mit Eintracht Tonnenheide wartet aber eine Mannschaft, die zum einen unbequem zu bespielen ist und zum anderen jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt braucht. Ein sicherer Tipp wäre ein 1:1. So endeten zumindest die letzten beiden Partien in Espelkamp, wenn sich diese beiden Teams gegenüberstanden.
Der TuS Dielingen erwartet den TuS Gehlenbeck. Dabei zeigte die Formkurve der Gehlenbecker nach dem 0:6-Debakel gegen Lübbecke zuletzt stark nach oben. "Wir sind auf einem guten Weg und es wäre schön, wenn die Mannschaft dafür langsam auch mal mit einem Sieg belohnt würde", hofft Gehlenbecks Coach Thorsten Schmidt auf einen Auswärtssieg in Dielingen. Allerdings zeigte die Wessel-Elf zuletzt beim 4:2 bei Türk Gücü Espelkamp eine sehr starke Leistung. Besonders die Defensive des TuS Dielingen ist weiter mit großem Abstand Ligaspitze. "Der Sieg in Espelkamp war auch für die Motivation wichtig. Wir wollen weiter oben mitspielen", so Kalle Wessel. Die Statistik spricht gegen Gehlenbeck als auswärtsschwächstem Team der Liga.Fast schon aussichtslos abgeschlagen hat sich der SV Hüllhorst/Oberbauerschaft wieder heran gekämpft. Am Montag wartet jetzt ein ganz besonderes Duell beim TuS Levern. Gleich drei Spieler wechselten im Winter von Levern zum SVHO. Und allein schon deshalb ist die Begegnung in die Rubrik "Emotionen sind vorprogrammiert" einzuordnen. Es wird wohl am Wochenende nicht nur das Osterfeuer an der Leveraner Mühle brennen. Die Stiftsortler müssen nach den zweifellos qualitativ wertvollen Spielerabgängen und zwei Niederlagen in Folge aufpassen, dass sie trotz starker Hinrunde nicht noch einmal ganz unten reinrutschen. Dabei hoffen die Hüllhorster natürlich, dass Goalgetter Serkan Bodur, der zuletzt angeschlagen war, zur Rückkehr wieder fit ist.
Richtungsweisend ist das Aufsteigerduell zwischen BW Oberbauerschaft und Türk Gücü Espelkamp. Die Elf von Mehmet Aylak will unten raus und die Oberbauerschafter müssen aufpassen, dass nicht das Zittern noch einmal los geht. Mit 26 Punkten ist zwar noch ein Polster vorhanden, doch besonders die Personalprobleme bereiten dem Trainerduo Kampeter/Vogt großes Kopfzerbrechen. Letzteres hat in Alswede schon Einzug gehalten. Drei Niederlagen in diesem Jahr und ebenfalls eine sehr dünne Spielerdecke sorgen dafür, dass die Alsweder auch von der Konkurrenz zu einer der Mannschaften gezählt wird, die es sehr schwer haben werden. Der Druck lastet aber ebenso auf den Pr. Oldendorfern, die ebenfalls gewinnen müssen.
Im Duell der beiden Tabellennachbarn treffen der SC Isenstedt und FC Lübbecke aufeinander. Mit einem Sieg könnten die Lübbecker am ISC vorbeiziehen und das würde die beste Platzierung in dieser so holperig begonnenen Serie bedeuten. Zum Siegen verdammt ist der TuS Tengern III im Heimspiel gegen den SuS Holzhausen, denn die Kleeblätter finden sich auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Dabei haderte Trainer Stefan Steinmeier zuletzt vor allem mit der Chancenverwertung seines Teams. Der SuS Holzhausen könnte im Falle des vierten Sieges in Folge einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Es wird also eine spannende Punktesuche am Osterspieltag geben.