08.12.2012
Volvo V40 D3: Bis Taka-Tuka-Land
VON LOTHAR HAUSFELD

Der Volvo V40 ist optisch eine echte Ausnahmeerscheinung im Segment der Kompaktwagen. Nicht nur in Weiß vor farbigem Hintergrund.
Wie vor der Villa Kunterbunt | FOTOS: VOLVO

Zwei mal drei macht vier, widdewiddewitt und drei macht neune! Ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt. Hey, Pippi Langstrumpf, hollahi, hollaho, hollahoppsassa, hey, Pippi Langstrumpf, die macht, was ihr gefällt.

Info
FAKTEN
Volvo V40 D3
Motor: 2.0-l-Fünfzylinder-Diesel (110
kW/150 PS), max. Drehmoment: 350
Nm, Effizienzklasse: A, Verbrauch: 4,3
l, CO2: 114 g/km (Werk), 6-Gang-
Handschalter, Frontantrieb.
Maße: Länge: 4,37 m, Leergewicht:
1.479 kg, zul. Gesamtgewicht: 2.020
kg, Testverbrauch: 5,3 l.
Ausstattung: City-Safety-System, Start-
Stopp, Klimaautomatik. Extras: Tempomat
mit Abstandsregelung (1.700 Euro),
Panorama-Glasdach (1.150 Euro).
Grundpreis: 26.280 Euro, gefahrene
Version: 47.099 Euro.

Erinnern Sie sich noch an Pippi Langstrumpf? Die kesse Rothaarige mit den Zöpfen, den frechen Sprüchen und den übermenschlichen Kräften? Natürlich, oder? Pippi, Vorbild aller Kinder, ersonnen  von der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren, hätte bestimmt auch Spaß am kompakten Volvo V40 D3 gehabt, der auch außerhalb kleiner schwedischer Dörfer eine ausgesprochen gute Figur macht.

Große Menschen kommen auf den vorderen Sitzen angesichts der flachen Fahrzeuglinie schnell an ihre Grenzen – Pippi Langstrumpfs Äffchen, Herr Nilsson, könnte da nicht auf ihrer Schulter sitzen. Hinten hätte das putzige Totenkopfäffchen Platz, aber für größere Lebewesen wird es auch schon eng. In den Kofferraum, der hinter einer hohen Ladekante und einer kleinen Luke versteckt ist, passt die Schatztruhe mit den vielen Goldstücken, die Pippis Vater auf den Abenteuern mit der "Hoppetosse" erbeutet hat, kaum hinein.

Die digitale Instrumentierung (360 Euro) bietet zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten in puncto Farbgebung (". . . wie sie mir gefällt") und weckt darüber hinaus mit feinen Grafiken, Animationen und Statistiken das Kind im Manne.

Bei der Eingewöhnung braucht man einen sensiblen Gasfuß: Gibt man zu wenig Gas, kommt der 150 PS starke Diesel nicht so recht aus den Startblöcken, drückt man das Pedal zu stark herunter, drehen die Fronträder durch. Nach ein paar misslungenen Starts hat man aber das richtige Gefühl entwickelt, und dann kann man den V40 durch und durch genießen. Kraft genug ist da, um Blut-Svente und Messer- Jokke spontan einzuholen.

Trotz der 150 PS: Wer will, bewegt den V40 extrem genügsam. 4,3 Liter verspricht das Datenblatt, wir haben im besten Fall 4,7 Liter geschafft, im Schnitt waren es 5,3. Derart sparsam unterwegs, schafft man es mit einer Tankfüllung bis nach Taka-Tuka-Land. Dorthin müsste man wohl auch, um einen weiteren Goldschatz zu heben: Der D3 kostet mindestens 26.280 Euro; die Linie Summum – bei unserem Testwagen an Bord – mindestens 31.680 Euro, und mit allerlei Extras wie Navigation, hochwertigem Audiosystem, Panorama-Glasdach oder den erwähnten Sicherheitssystemen kam unser Test-V40 auf einen Gesamtpreis von 47.099 Euro.

Dokumenten Information
Copyright © Neue Westfälische 2014
Dokument erstellt am 07.12.2012 um 18:17:31 Uhr
Letzte Änderung am 07.12.2012 um 18:19:26 Uhr


URL: http://www.nw-news.de/info/nw_mobil/?em_cnt=7383243&em_loc=3583