Pfiffiges Raumkonzept, ordentliche Qualität und ein Motoren-Duo für flotte Ausflüge.
Die aktuellen Benzinpreise stimmen Autofahrer derzeit wieder nachdenklich. Muss ein neues, sparsameres Auto her? Bei diesem Überlegungen taucht dann schnell das Wörtchen Hybrid auf, eine Technik, die sich in den letzten Jahren in aller Regelmäßigkeit immer wieder in den Vordergrund der Entscheidungsfindung zu drängen versucht.
Wer sich jedoch auf dem Markt umschaut und kein allzu großes Fahrzeug braucht, hat derzeit noch nicht viel Auswahl. Im Kleinwagensegment steht nur Hondas Jazz als Hybridversion zur Verfügung. Der kleine Japaner setzt dabei auf die bereits in den Modellen Insight und CR-Z eingesetzte Technik. Als Mildhybrid gewinnt er seine Antriebskraft aus einem 1,3-Liter-Verbrennungsmotor, der von einem Elektromotor tatkräftig unterstützt wird.
FAKTEN
Honda Jazz Hybrid
Motor: 1,3-l-Vierzylinder-Reihenmotor, max. Leistung 65 kW/88 PS bei 5.800 U/min., max. Drehmoment 121 Nm bei 4.500 U/min., Abgasnorm Euro 5, Elektromotor, max. Leistung 10 kW/14 PS bei 1.500 U/min., Verbrauch 4,5 l, CO2-Ausstoß 104 g/km (Herstellerangaben), CVT Automatikgetriebe, Vorderradantrieb
Maße/Gewichte: Länge 3,9 m, Breite 1,7 m, Höhe 1,53 m, Leergewicht 1,2 t, Kofferraumvolumen 303 bis 1.323 l, Tankinhalt 40 l, Testverbrauch ¬ 6,2 l
Grundpreis: 18.900 Euro
Einen Hauch sauberer Umwelt vermittelt der Jazz Hybrid bereits von Außen: Die Lackierung "Lime Green Metallic" ist ausschließlich der Hybridversion vorbehalten. Ansonsten unterscheidet er sich von seinem Schwestermodell mit traditionellem Antrieb bis auf Kleinigkeiten nur im Schriftzug "Hybrid" am Heck. Innen bietet der kleine großzügige Platzverhältnisse. Selbst im Fond lässt sich gut mitreisen. Die Bestuhlung ist zufriedenstellend, Materialien und Verarbeitung mehr als ordentlich. Top ist die Flexibilität, die dem Jazz innewohnt. Das durchdachte Klapp- und Faltsystem der Sitze schafft mit wenigen Handgriffen ganz nach Bedarf individuell gestalteten Platz.
Agilität dank flottem E-Motor
Unterwegs gibt sich der Jazz Hybrid recht flott. Einen gehörigen Anteil an dieser Agilität ist dem E-Motörchen zu verdanken, dessen Drehmoment von 78 Newtonmetern ab Leerlaufdrehzahl des Benziners zur Verfügung steht und den Japaner damit fix nach vorn bringt. Die Beschleunigung geht allerdings auch mit einer höheren Geräuschkulisse einher, weil die Elektronik schnell hochdreht. Geschaltet werden braucht nicht. Der Jazz hat ein stufenloses CVT-Automatikgetriebe mit großer Übersetzungsspreizung an Bord. Mit der kann der Antrieb nahezu immer im theoretisch optimalen Wirkungsgrad arbeiten. Entspannt und ruckfrei geht es deshalb voran. Wer möchte kann auch manuell schalten, via Schaltwippen am Lenkrad.
Der Fahrkomfort gibt wenig Anlass zur Kritik. Die Lenkung arbeitet präzise und bietet gutes Ansprechverhalten. Spurstabil und im Grenzbereich noch gut kontrollierbar kommt beim Fahrer kein Gefühl von Nervosität auf. Und im Notfall helfen das elektronische Stabilitätsprogramm (VSA) oder die stabil arbeitende Bremsanlage zuverlässig. Einziger Kritikpunkt: Mit 6,2 Litern auf 100 Kilometer ist der Verbrauch des Honda Jazz Hybrid trotz Stop/Start-Funktion zu hoch.