Mittelklasse-Pickup mit viertüriger Karosserie, effizientem Motor und permanentem Allradantrieb
Als automobiler Vollsortimenter muss man in allen Sparten mitmischen. Und selbst, wenn Pickups auf Deutschlands Straßen eine eher untergeordnete Rolle spielen, muss Globalplayer Volkswagen einen im Angebot haben. Im Ausland, Afrika, Asien und Südamerika, fährt der Amarok als einer der Bestseller zwar noch öfter über Stock und Stein, aber auch hierzulande finden sich zunehmend Interessierte, die spätestens nach ersten Ausfahrten zu Fans werden. Denn der Hannoveraner bietet alles, was das Herz begehrt.
FAKTEN
Volkswagen Amarok 2.0 TDI
Motor: Zweiliter-Turbodiesel, max. Leistung 120 kW/163 PS bei 4.000 U/min., max. Drehmoment 400 Nm zwischen 1.500 und 2.000 U/min., Emissionsklasse Euro 5, Sechsgang-Schaltgetriebe, Verbrauch 7,9 l, CO2-Ausstoß 209 g/km (Herstellerangaben)
Maße/Gewichte: Länge 5,25 m, Breite 1,94 m, Höhe 1,83 m, Leergewicht 1,99 t, Bodenfreiheit 25 cm, Steigfähigkeit 100 %, Wattiefe 50 mm, Zuladung 1 t, Anhängelast 2,8 t (750 kg ungebremst), Tankinhalt 80 l, Testverbrauch¬ 7,9 l
Grundpreis: 37.550 Euro
Das beginnt schon beim Design. Dieser Volkswagen sieht eher aus wie ein robuster Offroader, als wie ein Handwerker-Kleinbetrieb-Nutzfahrzeug. Das liegt nicht zuletzt daran, dass auch die Pkw–Design-Abteilung von VW ihre Hand im Spiel hatte. Von der Volkswagen Design-DNA geprägt, schaut der Amarok so gut aus wie selten ein Pickup. Das lockt neben Gewerbetreibenden auch jene zum VW-Händler, die ein robustes Freizeit-Vehikel für ihr Sportgerät suchen oder sich mit dem Flair von Freiheit und Abenteuer umgeben wollen.
Fünf Insassen passen bequem in die Doppelkabine hinein. Die Sitze sind gut. Materialien und Verarbeitung bewegen sich auf dem bekannten, hohen Volkswagen-Niveau. Da gibt es keinen Anlass zur Kritik. Pkw-ähnlich ausgestattet ist auch das Cockpit. Von Nutzfahrzeug-Ambiente keine Spur. Die erhöhten Sitzpositionen gewähren einen perfekten Rundumblick. Rangieren wird dank der Übersichtlichkeit des Amarok zum Kinderspiel.
Nutzfahrzeug-Gene schmälern den Komfort
Nur 7,9 Liter Dieselkraftstoff verbrauchte der kräftige Zweiliter-Turbodiesel während der Testfahrten. Dass ein solcher Wert dem ohnehin großen Fahrspaß mit diesem Fahrzeug die Krone aufsetzt, ist klar. Fast wie ein flotter Pkw lässt sich der Pickup bewegen. Die 163 PS und das maximale Drehmoment von 400 Newtonmetern ab bereits 1.500 Kurbelwellendrehungen sorgen für agilen Vortrieb. Die Schaltung ist leichtgängig und präzise.
Ganz lassen sich die Nutzfahrzeug-Gene natürlich nicht verschleiern. Leiterrahmen und Blattfedern sollen Lasten tragen. Das schmälert den Komfort, macht den Amarok andererseits aber zum einem Fahrzeug, das gut ist für Einsätze aller Art. Ob gewerblich eingesetzt oder privat, rund eine Tonne kann ihm auf die Ladefläche gepackt werden. Das reicht für Sportgeräte ebenso, wie für die Lasten aus dem Baumarkt oder Gartencenter.
Fazit: Der Volkswagen Amarok ist nicht nur für Gewerbetreibende interessant. Ob seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten eignet er sich auch als Alternative für Privatleute. Zumindest, wenn sie öfter viel transportieren müssen.