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05.01.2013
Opel Combo 2.0 CDTI: Combo Italiano
Umetikettierter Fiat mit großem Nutzwert für Familie und Freizeit

Familie oder Freizeitbeschäftigung? | FOTO: OPEL

Kooperationen im Automobilbau sind nichts Ungewöhnliches. Sie sparen vor allem in der Entwicklung große Summen. Schwierig wird’s nur für den Kunden – wie viel "meiner" Marke steckt eigentlich in diesem Auto? Im Falle des Opel Combo ist der Fall eindeutig: Bis auf die Logos mit dem Blitz stammt hier fast alles von Fiat, wo der Combo als nahezu identischer Doblò vom Band läuft.

Der gesamte Innenraum mit all seinen Tasten, Hebeln und Schaltern entspringt dem Hirn der Fiat-Ingenieure – inklusive mancher Schrulligkeit wie der versprengt sitzenden Bedienung für den Bordcomputer, der etwas wirren Steuerung der Klimaanlage oder der unglaublich missratenden Sprachsteuerung und -ausgabe der Mobiltelefonie.

Info

Opel Combo 2.0 CDTI

Motor: 2.0-l-Diesel (99 kW/135 PS), max. Drehmoment: 320 Nm, Effizienzklasse: D, Verbrauch: 5,9 l, CO2: 156 g/km (Werk),
6-Gang-Handschaltung,Frontantrieb.
Maße: Länge: 4,39 m, Leergewicht: 1.415 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.970 kg, Testverbrauch: 7,0 l.
Ausstattung: Ablagegalerie, manuelle Schiebetüren, el. Fensterheber. Extras: CD-Radio (350 Euro), Heckflügeltüren (135 Euro).
Grundpreis: 23.455 Euro, gefahrene Version: 26.470 Euro (Stand 01.2013).

Ansonsten gibt es im Innenraum nicht viel zu bemängeln; die Sitze sind einigermaßen bequem (wenn auch zu kurz) sowie angenehm einfach um- und wegzuklappen. Die große Ablage über den Köpfen der Frontpassagiere nimmt ordnungsliebenden Menschen viel Arbeit ab.


Der Kofferraum verbirgt sich hinter einer mächtigen Klappe; das bringt Vor- wie Nachteile. Das Beladen des Combo gelingt denkbar einfach, zumal auch die Ladekante erfreulich niedrig ist. In engen Parklücken aber schwingt die Kofferraumklappe zu weit auf, sodass man sie nicht komplett öffnen kann. Und der Öffnungsmechanismus garantiert schmutzige Finger.

Der 135-PS-Diesel vermittelt einen souveränen Eindruck

Der 135-PS-Diesel, der in unserem Test-Combo seinen Dienst verrichtete, hat mit dem Anderthalbtonner ein relativ leichtes Spiel. Er benötigt nur eine kurze Nagelphase und lässt anschließend akustisch dezent seine Muskeln spielen. Alles in allem vermittelt der Zwei-Liter-Diesel einen souveränen Eindruck; der sportliche Gedanke wird in einem Fahrzeug wie diesem ohnehin nicht allzu ausgeprägt ausgelebt.

Wer sich für ein nutzwertorientiertes Fahrzeug wie den Combo entscheidet, der will vor allem eines: nicht zu viel Geld ausgeben. Mit dem stärksten Dieselmotor kostet der Combo mindestens 23.100 Euro; das ist nicht unbedingt so, dass dieser Einstiegspreis den Schnäppchenalarm auslöst, zumal die Ausstattung ein wenig kärglich ausfällt. Mehr fürs Geld gibt es in der Ausstattung "Edition", die zwar 1350 Euro Aufpreis kostet, dafür aber einige Annehmlichkeiten wie Radio oder elektrische Schiebetüren bietet. Schwach: Klimaanlage kostet immer mindestens 1060 Euro Aufpreis.Trotzdem: Die "Edition" lohnt sich allein schon wegen der elektrischen Schiebetüren. An den manuellen Basis-Schiebetüren verzweifeln nicht nur Kinder.


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