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12.01.2013
Fiat Panda: Es rappelt in der Kiste
Putziger Kleinwagen mit ausgeprägtem eigenen Charakter

Der passt überall hin | FOTO: FIAT

Als "tolle Kiste" hat Fiat den kleinen Panda lange Zeit beworben, ein Spruch, an den sich viele auch heute noch erinnern. Mittlerweile gibt es den Kleinstwagen in dritter Generation. Wir waren im Zweizylinder-Panda mit 85 PS unterwegs.

Es gibt ja Kollegen, die lassen an dem knatternden Töfftöff mit zwei Pötten kein gutes Haar: zu laut, zu unkultiviert. Aber seitdem wir das erste Mal das TwinAir genannte Motörchen in einem Fiat 500 erfahren haben, sind wir verliebt in dieses Aggregat, das – zugegeben – vom sanften Säuseln eines Sechszylinders in etwa so weit entfernt ist wie Heavy Metal von André Rieu. Dafür spricht der 0,9 Liter große Motor direkt an, bringt den gut 1000 Kilogramm leichten Panda relativ leichtfüßig auf Trab. Und dabei stört die Geräuschentwicklung nicht wirklich – sie gibt vielmehr der lebhaften Ausrichtung des Motors eine passende Stimme.

Info

Fiat Panda 0.9 TwinAir

Motor: 0.9-l-Zweizylinder-Benziner (63 kW/85 PS), max. Drehmoment: 145 Nm, Effizienzklasse: B, Verbrauch: 4,2 l,CO2: 99 g/km (Werk), 5-Gang-Handschaltung, Frontantrieb.

Maße: Länge: 3,65 m, Leergewicht: 1.050 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.455 kg, Testverbrauch: 5,8 l.

Ausstattung: ESP, Audioanlage, Klimaanlage, Start-Stopp. Extras: Glasschiebedach (1.000 Euro), Notbremsassistent und Parksensoren (400 Euro).

Grundpreis: 12.890 Euro, gefahrene Version: 14.660 Euro.(Stand 01/2013)

Auf dem Papier stehen 4,2 Liter Superbenzin auf 100 Kilometern (99 g CO2/km) zu Buche; in der Realität muss man sich extrem zurücknehmen und gleichzeitig permanent die "Eco"-Taste, die Temperament und Durst des Panda drosselt, aktiviert halten, um in die Nähe dieses Wertes zu kommen. Wer gerne mal munter um die Ecken flitzt oder Eco Eco sein lässt, der darf rund anderthalb Liter draufschlagen.

Erstaunlich kommod rennt der Panda über die Straßen. Von welligen Belägen lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen, lediglich bei einzelnen, gröberen Unebenheiten keilt das Fahrwerk aus. Und auf Kopfsteinpflaster oder marodierten Landstraßen rappelt es schon mal so richtig in der tollen Kiste, wenn der Panda seine Insassen durchschüttelt und dabei offenbart, dass die nachlässige Verarbeitung hier und dort durch die hübsche Verpackung kaschiert wurde.

Als 85-PS-TwinAir gibt es den Panda nicht in der Basisausstattung "Pop". Schlecht fürs Portemonnaie, denn so kostet die kleine Kiste mindestens 12.890 Euro ("Lounge") statt 9.990 Euro für die Einstiegsversion. Gut aber für Komfort und Sicherheit, denn während in der Basis Klimaanlage, CD-/Radio-System, Start-Stopp oder ESP fehlen, ist dies alles Teil der "Lounge"-Einrichtung.

Angesichts einer Fahrzeuglänge von 3,65 Metern darf man beim Platzangebot keine Wunderdinge erwarten. Vorne nehmen zwei Erwachsene noch komfortabel Platz, doch hinten, wo nur zwei Plätze Serie sind und ein weiterer Platz 270 Euro Aufpreis kostet, geht es spürbar beengter zu. Wenn die vorderen Sitze auf einen normal großen Erwachsenen eingestellt  sind, kann hinten kaum noch  jemand sitzen, der der Grundschule entwachsen ist.


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