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02.02.2013
Mitsubishi ASX 1.6: All inclusive statt Allrad
VON LOTHAR HAUSFELD

Ganz dezent überarbeitet | FOTO: MITSUBISHI

Bei den angesagten SUV gilt hierzulande: Deutschland einig  Dieselland. Ausnahmen bestätigen die Regel – wie der Mitsubishi ASX, der es auf einen stolzen Benzineranteil von 43 Prozent im vergangenen Jahr brachte. Und das, obwohl es nur einen Benzinmotor im Angebot gibt.

Der 1,6 Liter große Vierzylinder leistet 117 PS – angesichts dieses Hubraums und der Leistung werden Besitzer eines großvolumigen deutschen Fabrikats vermutlich nur verächtlich-spottend schmunzeln können, doch all den PS-Monster-Besitzern sei selbstbewusst entgegengerufen: 117 PS reichen in diesem Fahrzeug vollkommen aus.


Auch kommt das japanische Kompakt-SUV ohne Allradantrieb aus. Was in unseren Breitengraden im Normalfall komplett verschmerzbar ist: Durch das geringere Gewicht steigen die Fahrleistungen, sinken die Verbrauchswerte.

Info

Mitsubishi ASX 1.6 MIVEC 2WD

Motor: 1.6-l-Vierzylinderbenziner (86
kW/117 PS), max. Drehmoment: 154
Nm, Effizienzklasse: C, Verbrauch: 5,8
l, CO2: 133 g/km (Werk), 5-Gang-
Handschalter, Frontantrieb.

Maße: Länge: 4,30 m, Leergewicht:
1.335 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.870
kg, Testverbrauch: 6,9 l.

Ausstattung: Start-Stopp, Klimaanlage,
Audiosystem. Extras: Metalliclackierung
(510 Euro); weitere Extras nur in
höheren Ausstattungsvariationen.

Grundpreis: 18.990 Euro, gefahrene
Version: 26.590 Euro.

Die versprochenen 5,8 Liter auf 100 Kilometern – was einem für ein SUV bemerkenswert niedrigen CO2-Ausstoß von 133 g/km entspricht – haben wir im Alltag dennoch nicht geschafft. Angesichts winterlich schlechter Straßen und durchdrehender Räder sind 6,9 Liter so schlecht aber nicht.

Außer Allradantrieb ist der Wagen mit sämtlichen Komfort ausgestattet


Ohne Allrad, dafür aber all inclusive: In der getesteten Version "Instyle" zeigt sich der ASX von der voll ausgestatteten Seite. Klimaautomatik, Navigationssystem, Rückfahrkamera, Lederausstattung mit Sitzheizung, Xenonlicht, Panorama-Glasdach, Bluetooth-Schnittstelle für Audio und Telefon, Tempomat – all das ist für 26.590 Euro bereits an Bord.

Dass der 1,6-Liter-Benziner mit 117 PS nicht zu den unwiderstehlichen Sportlern zählt, dürfte wenig verwundern. Wer also weniger dynamische Anforderungen an sein Automobil stellt, dem  reichen die maximal 154 Newtonmeter Drehmoment bei 4.000 Umdrehungen in  den meisten Alltagssituationen aus. Klar, zum Beschleunigen muss man ein bis zwei Gänge zurückschalten, beim Erreichen höherer Drehzahlen – angesichts von lediglich fünf Gängen ist das relativ schnell der Fall – brummt und dröhnt es vernehmlich aus dem Motorraum.

Dafür gibt sich das Fahrwerk versöhnlich; es gibt nur wenig,wodurch die Dämpfer die Contenance verlieren. Selbst marode Landstraßen mit Schlaglöchern lassen die Stoßdämpfer nur milde lächeln, auch einzelne Hindernisse absorbiert das Fahrwerk ausgezeichnet. Und angesichts des Preis-Leistungs-Verhältnisses kann man nachvollziehen, warum der Benzineranteil relativ hoch ist bei den Verkaufszahlen.


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