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16.02.2013
Mitsubishi Outlander 2.2: Der weiche Riese
VON LOTHAR HAUSFELD

Wo früher die auffällige "Jetfighter"-Optik prangte: | FOTO: MITSUBISHI

Dass ein Hersteller ein neues Auto unauffälliger als den Vorgänger zeichnet, ist ziemlich ungewöhnlich. Normalerweise überschlagen sich die Pressestellen bei neuen Fahrzeugen mit Superlativen, mit Floskeln wie "skulptural" oder "dynamisch". Den entgegengesetzten Weg hat Mitsubishi beim Outlander der dritten Generation eingeschlagen. Wo beim Vorgänger noch die aggressive Front in "Jetfighter"-Optik prangte, wurde bei der neuen Auflage des SUV jedes polarisierende Element weichgespült und  glatt gebügelt. Böse gesagt: Der Outlander sieht ganz schön langweilig aus.

Info

Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D 4WD

Motor: 2.2-l-Diesel (110 kW/150 PS),
max. Drehmoment: 380 Nm, Effizienzklasse:
B, Verbrauch: 5,4 l, CO2: 140
g/km (Werk), 6-Gang-Handschaltung,
Allradantrieb.

Maße: Länge: 4,66 m, Leergewicht:
1.665 kg, zul. Gesamtgewicht: 2.260
kg, Testverbrauch: 6,8 l.

Ausstattung:
Zwei-Zonen-Klimaautomatik,
Audiosystem, Tempomat. Extras:
Fahrassistenzpaket (1.900 Euro),
Sechs-Gang-Automatik (1.800 Euro).
Grundpreis: 32.690 Euro, gefahrene

Version: 39.890 Euro.

Nun ist die Wirkung von Design glücklicherweise vor allem dem geschmacklichen Empfinden unterworfen, und so nehmen wir lieber im Innenraum Platz, wo eine luftige Atmosphäre herrscht. In den beiden höchsten Ausstattungslinien "Intense" und "Instyle" gibt’s eine dritte Sitzreihe. Hier lassen sich guten Gewissens aber nur kleine Menschen auf kleinen Strecken mitnehmen; etwa zum Auswärtsspiel der Minikicker oder bei der Fahrt ins Kinderspielparadies. Erwachsene fühlen sich auf den kleinen Stühlen nicht wirklich wohl.

Der Outlander punktet dennoch mit seinem Innenraum, der flexibel einstellbar ist. So sorgt die verschiebbare Rücksitzbank entweder für viel Kniefreiheit in der zweiten Reihe oder für eine vergrößerte Platzsituation im Kofferraum, wo im besten Fall knapp 1.700 Liter untergebracht werden können.

Der 150 PS starke Selbstzünder bietet zwischen 1.750 und 2.500 Umdrehungen das maximale Drehmoment von 380 Newtonmetern – so ist über ein recht breites Band ein kraftvolles Vorankommen garantiert, auch wenn man in den Drehzahlregionen vor dem "Peak" durch ein kleines Turboloch waten muss.

Weitere Pluspunkte sind die kultivierte Geräuschkulisse und der zurückhaltende Durst. Auf der Mittelkonsole findet der Fahrer eine "Eco"- Taste, mit der die Leistungsentfaltung des Motors ein wenig gedrosselt wird, die Klimatisierung und das Allradsystem auf mehr Effizienz getrimmt werden. So lag unser Testverbrauch bei 6,8 Litern, was zwar 1,4 Liter über dem angegebenen Normverbrauch
liegt, aber dennoch in Ordnung geht.

Die Preise beginnen für den Diesel bei 30.690 Euro; die Serienausstattung mit Zwei-Zonen-Klimaautomatik über Audioanlage bis Start-Stopp-Automatik ist ausgesprochen vorteilhaft. Nicht ganz nachzuvollziehen ist allerdings die Zubehörpolitik: Viele Extras sind an die Ausstattungslinien gebunden; eine freie Konfiguration seines Wunschmodells ist kaum
möglich.


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