Seit jeher schon hat der Honda CR-V den Anspruch, eher für den Alltag denn für das Abenteuer gerüstet zu sein. Das ist in der neuen, vierten Generation immer noch so. Wir waren mit dem 150 PS starken Diesel-Allradler unterwegs.
Alltagstauglich ist grundsätzlich der Innenraum, zumindest, was Platz und Variabilität betrifft. Mensch und Gepäck verfügen im Innenraum des japanischen Kompakt-SUV über reichlich Raum; auch auf den hinteren Plätzen können es sich Großgewachsene ohne Sorge um Knie und Kopf bequem machen.
Der Kofferraum, im Normalzustand schon beachtliche 589 Liter groß, wächst im Handumdrehen auf 1.669 Liter an – den Wert können nur die allerwenigsten Konkurrenten in dieser Liga toppen. Die hintere Sitzreihe wird zum Vergrößern der Ladefläche denkbar einfach umgelegt: Entweder an einem Hebel im Kofferraum oder an der Schlaufe an den Sitzen ziehen. Die Sitzfläche schnellt vor, die Kopfstützen senken sich ab, und die Rückenlehne legt sich flach – so ist man schnell gerüstet für den Möbelhausbesuch.
Honda CR-V 2.2 4WD
Motor: 2.2-l-Diesel (110 kW/150 PS), max. Drehmoment: 350 Nm, Effizienzklasse:B, Verbrauch: 5,8 l, CO2: 154 g/km (Werk), 6-Gang-Handschaltung, Allradantrieb.
Maße: Länge: 4,57 m, Leergewicht: 1.723 kg, zul. Gesamtgewicht: 2.200 kg, Testverbrauch: 6,7 l.
Ausstattung: Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Audiosystem, Anhänger-Stabilisierung.
Extras: Safetypaket (2.650 Euro), Standheizung (1.695 Euro).
Grundpreis: 28.975 Euro, gefahrene Version: 40.215 Euro.
Etwas überladen wirkt das Cockpit mit seinen mehreren Bedien- und Anzeigeebenen; Tacho/Drehzahlmesser über dem Lenkrad, Bordcomputer/Infobildschirm zentral und darunter noch der Bildschirm für das Navigationssystem, Klima und Audio–das hätte man geschickter anordnen oder zusammenfassen können.
Überhaupt nichts auszusetzen gibt es allerdings bei dem, was unter der Haube passiert. Der 2,2 Liter große Selbstzünder ist für nahezu jede Fahrsituation mehr als ausreichend stark ausgelegt, macht ab 2.000 Umdrehungen so richtig Druck.
5,8 Liter auf 100 Kilometern haben die Ingenieure auf dem Prüfstand ermittelt, wer im Alltag vorausschauend und zurückhaltend fährt, zudem die "Econ"-Einstellung aktiviert hat, die die Effizienz des Motors verbessert, kommt mit knapp einem Liter mehr aus. 6,7 Liter standen am Ende zu Buche. Dazu passt das Wesen des CR-V: souveränes Abrollen und komfortables Schlucken aller Schlaglöcher – der Japaner ist ein ganz Gelassener.
Um sowohl preissensible Kunden zu locken als auch den anspruchsvollen, komfortverwöhnten europäischen SUV-Kunden zum Einsteigen in den neuen CR-V zu animieren, gibt es sowohl ein vergleichsweise günstiges Einstiegsmodell – mit 155-PSBenziner und Frontantrieb geht es bei 22 990 Euro los – als auch die luxuriöse High-End-Ausstattung: Als "Executive"- Diesel sind mindestens 37.455 Euro anzulegen.