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23.03.2013
Kia Ceed SW 1.6 GDI DCT: Gute Zeiten, schlechte Zeiten
Der Ceed Sportwagon zeigt, warum Kia derzeit auf der Überholspur unterwegs ist: schick, geräumig, bestens verarbeitet und mit langer Garantie

Der Kia Ceed SW 1.6 GDI DCT

Es gibt nicht wenige Konkurrenten, denen macht Kia richtiggehend Angst. Kein Wunder: Die Erfolgskurve geht steil nach oben, dazu kommt die Tatsache, dass die Autos mittlerweile richtig gut aussehen, eine ausgesprochen solide Qualität bieten – und der Hersteller mit siebenjähriger Garantie und kostenloser siebenjähriger Wartung oder Naviupdates weitere Argumente liefert.

Die erste Generation des kompakten Ceed war vor allem eines: vernünftig. Herzklopfen suchte man vergebens. Das macht die Generation zwei nun deutlich besser, außen wie innen. Klavierlack, satte Verarbeitung, Soft-Touch-Oberflächen, ganz viel Komfort – der Ceed hat nicht nur aufgeholt, er hat etliche andere Modelle auch überholt.

Auch auf praktischer Ebene weiß der Koreaner aus slowakischer Produktion zu gefallen. Die Platzverhältnisse sind üppig; in den Kofferraum passen im besten Fall 1.642 Liter. Und auch das Beladen ist kein Problem; neben der angenehmen Ladehöhe schwingt die Kofferraumklappe weit auf, sodass man auch als Größergewachsener keine Schwierigkeiten hat, ohne Rückenbeschwerden den Laderaum zu bestücken.

Info

FAKTEN

Kia Ceed SW 1.6 GDI DCT

Motor:
1.6-l-Vierzylinder-Benziner (99kW/135 PS), max. Drehmoment: 165 Nm, Effizienzklasse: C, Verbrauch: 6,4l, CO2: 144 g/km (Werk),6-Stufen-Doppelkupplung, Frontantrieb.

Maße:
Länge: 4,51 m, Leergewicht:1.348 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.850kg, Testverbrauch: 8,1 l.

Ausstattung:
Gepäckraumorganisierer, beheizbares Lenkrad, Tempomat. Extras:Navigatonspaket (1.000 Euro),Metalliclackierung (530 Euro).

Grundpreis:
19.390 Euro, gefahrene Version: 27.650 Euro.

Lediglich beim Fahrspaß hinkt Kia noch hinterher. Die 165 Newtonmeter des 135 PS starken 1.6 GDI sind schon kein Zeichen überbordender Fahrfreude, und die Tatsache, dass der Drehmomenthöhepunkt erst bei 4.850 Umdrehungen erreicht ist, bedeutet, dass der Fahrer das Gaspedal ganz ordentlich durchtreten muss, um in Schwung zu kommen. Der Fahrer sollte sich nicht von der Tatsache entmutigen lassen, dass der Motor dann ins Ächzen und Jaulen kommt.

In puncto Fahrstabilität und Federung gibt es nur wenig zu bemängeln. Passend zum Motor, der vor allen Dingen für komfortorientierte Fahrer geeignet ist, bedient Kia hier denjenigen, der es eher sanft und zuvorkommend mag. Immerhin: Abgesehen von dem Dröhnen, das an die Ohren der Besetzung dringt, wenn man den Motor in den Sprintmodus schickt, bleibt er akustisch zurückhaltend.

Mindestens 23.590 Euro verlangt Kia für die Kombination 135-PS-Benziner und Topausstattung. Neben komplettem Sicherheitspaket und nahezu vollständiger Komfortausstattung kann man noch mit Navi oder Glasdach nachrüsten. Damit hat der Ceed längst die Kategorie "Schnäppchen" verlassen, andererseits haben die Koreaner mittlerweile einen ganz anderen Anspruch. Schnäppchen war gestern. Erfreulicherweise auch langweilig. Gute Zeiten, schlechte Zeiten? Nicht bei Kia. Da heißt es: Gute Zeiten, bessere Zeiten. Der Ceed Sportwagon zeigt, warum Kia derzeit auf der Überholspur unterwegs ist: schick, geräumig, bestens verarbeitet und mit langer Garantie VON LOTHAR HAUSFELD Gute Zeiten, bessere Zeiten


"FAHRBERICHT "Er tritt nicht laut und anstößig auf, sondern überzeugt eher durch Reife", sagt Kia-Chefdesigner Peter Schreyer zum Ceed SW – das kann man so stehen lassen. Voll ausgestattet, aber trotzdem einfach zu bedienen. Schickes Design im zeitgemäßen, europäischen Look. FOTOS: KIA Alles gut sortiert im üppig dimensionierten Kofferraum.


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