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30.03.2013
VW Up Blue Motion Technology: Up in die Stadt
Der VW Up ist zwar ein ziemlicher Zwerg, besitzt aber in mancher Kategorie die Eigenschaften deutlich größerer Fahrzeuge
VON LOTHAR HAUSFELD

Der VW Up Blue Motion Technology

Die Taktik ist im Grunde genommen stets die Gleiche: Spät einsteigen und direkt alle überholen. Ob Kompakt-SUV, Klappdach-Cabrio oder jetzt bei den Kleinstwagen: VW fährt dank "Eile mit Weile" ganz vorne. Auch beim Up, der sich, wenn auch spät gestartet, auf Anhieb deutlich an die Verkaufsspitze der Zwerge gesetzt hat.

Info

FAKTEN

VW Up Blue Motion Technology


Motor: 1.0-l-Dreizylinderbenziner (55kW/75 PS), max. Drehmoment: 95 Nm, Effizienzklasse: B, Verbrauch: 4,2 l, CO2: 98 g/km (Werk), 5-Gang-Handschaltung, Frontantrieb.

Maße: Länge: 3,54 m, Leergewicht: 940 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.290 kg, Testverbrauch: 5,9 l.

Ausstattung: Easy Entry, Start-Stopp-Automatik. Extras: "Maps + More"-Infotainmentsystem (360 Euro), Klimaanlage + Radio (905 Euro).

Grundpreis: 10.375 Euro, gefahrene Version: 15.072 Euro.

Man sollte allerdings gerade in der Basisversion keine Wunderdinge erwarten. Fingerschmeichler wie Chromapplikationen, in Fahrzeugfarbe gehaltenes Dashboard oder Klavierlack gibt es nur in höheren Ausstattungen. Ein großzügiges Raumgefühl, von dem in erster Linie die Vornesitzer profitieren, gibt’s schon in der Einstiegsversion.


Zwei Sprudelkisten passen durch die sehr kleine Kofferraumöffnung. Zumindest Anfänger wie wir vergessen dann gerne mal, die Kofferraumabdeckung wieder umzuklappen, sodass man anschließend im Rückspiegel so gut wie nichts sieht – das klapprige Teil bleibt also besser von vorneherein in der Garage. Dass der Kofferraum gänzlich unbeleuchtet ist – ebenso übrigens wie der Himmel über den hinteren Passagieren oder das Handschuhfach – ist fraglos dem Spardiktat geschuldet, nichtsdestotrotz aber wenig erfreulich.

Das Federwerk zeigt sich dagegen sehr erwachsen, lässt sich auch von Schlaglochpisten nicht aus dem Gleichgewicht bringen.

Der 75 PS starke Dreizylinder ist ein knurriger Zeitgenosse, doch sind seine Fahrleistungen lebhaft und in jeder Hinsicht ausreichend. Das angestammte Einsatzgebiet ist, na klar, die Stadt, dort lässt der Up auf den ersten Metern so manchen "Großkopferten" hinter sich. Doch auch auf Landstraße und Autobahn hält der Up mit und rennt tatsächlich bis auf über 170 km/h.

Wer ihn aber regelmäßig unter Drehzahlfeuer nimmt, der wird über den angegebenen Durchschnittsverbrauch von 4,2 Litern – gilt für die Spritsparversion BlueMotion – nur milde schmunzeln können. Trotz Start-Stopp erreichten wir mit Mühe und Not eine Fünf vor dem Komma.

Unbedingt empfehlenswert: Das erfreulich günstige Navigations-und Infotainmentsystem "Maps + More", das für 360 Euro Navi, Bluetoothanbindung, Bordcomputer und vieles mehr bietet.

"Erfreulich günstig" sind ansonsten zwei Wörter, die nicht in unmittelbarem Kontext zum VW Up stehen. Das Mindestgebot liegt zwar unter 10.000 Euro, doch wer seinen Up nicht nackig möchte, muss deftige Aufschläge in Kauf nehmen. 15.072 Euro stand bei unserem Test-Up unterm Strich.


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