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08.06.2013
Hyundai i30 1.6 CRDi: Asterix bei den Kompakten
Der Kleine punktet mit einem gut verarbeiteten und üppig ausgestatteten Interieur
VON LOTHAR HAUSFELD

Schicke Optik, einfache Bedienung | FOTO: HYUNDAI

Wir befinden uns im Jahre 2013 nach Christus. Die ganze Kompaktklasse ist von den Deutschen besetzt . . . Die ganze Kompaktklasse? Nein! Ein von unbeugsamen Koreanern produziertes Auto hört nicht auf, den Germanen Widerstand zu leisten.

Von wem hier – Leser der Asterix-Bände werden den Einstieg natürlich sofort erkannt haben – die Rede ist? Vom Hyundai i30, der als einziger "Nicht-Deutscher" in der Verkaufsstatistik der Kompakten Schritt halten kann mit den deutschen Modellen wie Golf, A3 oder A-Klasse – sieht man mal vom Skoda Octavia ab, der aber aufgrund seiner Größe und der Tatsache, dass er von einer VW-Tochter produziert wird, eine Sonderstellung einnimmt.

Info

Fakten: Hyundai i30 1.6 CRDi


Motor: 1.6-l-Diesel (81 kW/110 PS),
max. Drehmoment: 260 Nm, Effizienzklasse:
A+, Verbrauch: 4,1 l, CO2: 104
g/km (Werk), 6-Gang-Handschaltung,
Frontantrieb.

Maße: Länge: 4,30 m, Leergewicht:
1.365 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.920
kg, Testverbrauch: 5,2 l.

Ausstattung: Klimaanlage, Audiosystem,
Mittelarmlehne. Extras: Automatik
(1.400 Euro), Navigationssystem
(1.120 Euro).

Grundpreis: 20.760 Euro, gefahrene

Version: 28.760 Euro.

Was also befähigt den Koreaner, der de facto sehr europäisch ist, in die Phalanx der Deutschen einzubrechen wie einst Asterix im Kampf gegen die übermächtigen Römer? Zunächst einmal: Er sieht unverschämt gut aus. Hinzu kommt, dass den koreanischen Marken schon lange das Image des Billigheimers abhanden gekommen ist.

Nicht nur wegen der angepassten Preispolitik, die die eigenen Produkte ins gehobene Mittelfeld statt ans billige Tabellenende gehoben haben, sondern auch und vor allem aufgrund der Qualität. Auch in Sachen Platzangebot bietet der Hyundai der Konkurrenz die Stirn. Vier Erwachsene haben mehr als genügend Platz; der Kofferraum macht die relativ kleinen Dimensionen mit einem pfiffigen Stausystem unter dem Boden wieder wett.

Der 110 PS starke Selbstzünder ist der mittlere der drei Dieselmotoren und für genügsame Autofahrer ausreichend. Sein Drehmoment von 260 Newtonmeter steht erst bei 1.900 Umdrehungen in Gänze zur Verfügung, in Regionen darunter ist das Vorankommen relativ zäh. Zum Beschleunigen müssen die Gänge ausgefahren werden, spontane Überholvorgänge sollten stets mit einem Schaltvorgang in den Keller einhergehen.

Start-Stopp ist hier nicht verfügbar, sodass am Ende wenig überraschend der Prüfstandswert von 4,1 Liter Diesel auf 100 Kilometern um 1,1 Liter verfehlt wurde – trotz einer zurückhaltenden Fahrweise. Letzte harmoniertezumindest sehr gut mit dem komfortorientierten Fahrwerk, das die meisten Unebenheiten filtert. Und an der Stelle unterscheidet sich der Hyundai i30 beim Kampf gegen die Konkurrenten eben doch recht deutlich von den schlagkräftigen Argumenten, die Asterix beim Kampf gegen die Römer einsetzte: Statt mit der Faust punktet der Koreaner mit vielen Feinheiten. In der heutigen zivilisierten Welt macht das ja auch mehr Sinn.


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