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06.07.2013
Porsche Boxster S (PDK): Grollen oder rollen
Der Boxster ist ein echter Hingucker
VON LOTHAR HAUSFELD

Eine offene Schönheit | FOTO: PORSCHE

Es gibt Menschen, die sagen, dass der Boxster kein "echter" Porsche sei. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Menschen, die sagen, dass der Boxster viel mehr das Gen des Ur-Elfers in die Jetztzeit transportiert als der aktuelle 911er. Wir waren auf Spurensuche – im 315 PS starken Boxster S.

Im Innenraum jedenfalls kommen keinerlei Zweifel daran auf, dass es sich beim Boxster tatsächlich um einen Porsche handelt. Hier findet man die typischen drei Rundinstrumente über dem Lenkrad, und natürlich sitzt der Schlüssel links neben dem Lenkrad. Wie auch in anderen Modellen der Marke findet man jetzt auch hier eine recht wuchtige Mittelkonsole, auf der zahllose Knöpfe untergebracht sind.

Info

FAKTEN

Porsche Boxster S (PDK)

Motor: 3.4-l-Sechszylinder-Boxermotor (232 kW/315 PS), max. Drehmoment: 360 Nm, Effizienzklasse: F, Verbrauch: 8,0 l, CO2: 188 g/km (Werk), 7-Gang-Doppelkuppkung, Heckantrieb.

Maße: Länge: 4,37 m, Leergewicht: 1.350 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.685 kg, Testverbrauch: 10,5 l.

Ausstattung: Klimanage, Überrollschutz, Audiosystem. Extras: Keramikbremsen (7.318 Euro), Sport Chrono Paket (2.023 Euro).

Grundpreis: 61.946 Euro, gefahrene Version: 76.934 Euro.

Der wichtigste Knopf ist der zum Öffnen des Stoffdachs. Neun Sekunden dauert das und klappt bis 50 km/h. Im Vergleich zu frühen Porsche-Modellen ist der Boxster eine wahre Ausgeburt an Komfort; er bietet auch auf Autobahnetappen kaum Anlass zur Klage. 500 Kilometer am Stück? Kein Problem; der Boxster ist zwar straff abgestimmt, aber nicht so, dass jede Querfuge bis ins Rückenmark Rückmeldung gibt.

Und trotzdem: Der Zweisitzer kann auch anders. Wenn dieSport"-Taste gedrückt wird, scheint sich das ganze Fahrzeug zu straffen. Dann benimmt sich der Boxster wie ein reinrassiger Sportwagen, nimmt noch direkter Gas an, lässt sich ein noch böseres Grollen aus den Auspufftöpfen entlocken, dort, wo eben noch ein sachte gurgelndes Sechszylinder-Schnurren zu hören war. Dann ist der Boxster tatsächlich so etwas wie der legitime Erbe des 911ers – leicht, leichtfüßig, unwiderstehlich, reinrassig sportlich.

Der Zweisitzer wartet mit 315 PS auf

Aus den 3,4 Litern Hubraum des Sechszylinder-Boxermotors galoppieren 315 Pferde, wenn das famose Porsche-Doppelkupplungsgetriebe an Bord ist – wie im Falle des Boxster-Testwagens – dauert es exakt fünf Sekunden, ehe der Roadster aus dem Stand auf Tempo 100 sprintet.

Dann sind natürlich die Verbrauchswerte von acht Litern auf 100 Kilometer nur Schall und Rauch. Deutlich zweistellig wird es, da helfen auch die perfekt integrierte Start-Stopp-Funktion sowie der Segelmodus nichts. Beim Segeln läuft der Motor im Leerlauf mit entsprechend niedrigem Verbrauch, das spart Sprit und Geld, wenn man ohne Gas zu geben rollt.

Und zu sparen kann auch für einen Porsche-Fahrer nicht das schlechteste sein: Der Boxster S aus Osnabrücker
Produktion kostet mindestens 59.120 Euro, nach oben hin sind – auch daran erkennt man einen "echten" Porsche – kaum Grenzen gesetzt.


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