Bad Oeynhausen. Gastronomischer Lückenschluss zwischen den Autobahnen A 30 und A 2: Am 1. Juli öffnet an der Kanalstraße mit Kentucky Fried Chicken (KFC) ein weiteres international vertretenes Schnellrestaurant. Womit an Kanal- und Mindener Straße von den großen Namen der Branche nach McDonalds, Burger King und Subway nur noch Pizza Hut fehlt.
Mit KFC kehrt ein guter Bekannter nach Bad Oeynhausen zurück. Denn bereits Ende 2001 war die 38. Filiale an der Kanalstraße eröffnet worden. Nicht einmal vier Jahre später, im August 2005, flogen die Hähnchen-Bräter überraschend wieder ab. Obwohl die Düsseldorfer Zentrale das Gebäude auf 20 Jahre vom Bad Oeynhausener Geschäftsmann Hubert Klaiber gepachtet hatte.
Es hieß, dass sich Kentucky Fried Chicken mehr auf Süddeutschland konzentrieren möchte, außerdem hätten "die Umsätze in Bad Oeynhausen nicht den Erwartungen entsprochen", so der damalige Gebietsleiter Kai Mesinovic. 24 Beschäftigte verloren ihren Arbeitsplatz. Zwischenzeitlich versuchte sich ein Fitness-Studio, zuletzt standen die Räumlichkeiten leer.
Inzwischen ist die Zeit wieder reif für Geflügel-Fast-Food. Als Lizenznehmer, neudeutsch Franchiser genannt, tritt Irfan Mehmood an, der bereits KFC-Restaurants in Hannover und Osnabrück betreibt.
30 Beschäftigte finden an der Kanalstraße Arbeit
Die Entwicklung habe für eine Wiedereröffnung gesprochen. "Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz bei KFC um zehn Prozent. In diesem Jahr sollen es trotz Krise noch einmal fünf Prozent in Deutschland werden. Bei uns erwarten wir sogar eine zehnprozentige Umsatzsteigerung", gibt sich Mehmood im Telefonat mit der Neuen Westfälischen zuversichtlich. Außerdem sei in den vergangenen vier Jahren der Bekanntheitsgrad von Kentucky Fried Chicken kräftig gestiegen.
Dementsprechend optimistische geht der Unternehmer an den Neustart, für den 600.000 Euro im Objekt an der Kanalstraße investiert werden.
Derzeit sind diverse Handwerksfirmen damit beschäftigt, Außen- wie Innenbereiche komplett zu erneuern. "Die Einrichtung entspricht dem modernsten Design und wird nicht mehr ansatzweise an frühere Zeiten erinnern", verspricht Irfan Mehmood, der sich als ehemaliger KFC-Mitarbeiter vor zweieinhalb Jahren als Franchiser selbstständig gemacht hatte und dessen Erfolgsrezept die Präsenz vor Ort ist.
Am prägnantesten sollen die äußeren Veränderungen werden. "Ich möchte, dass KFC besser auffällt", sagt der Osnabrücker Kaufmann, der die Fassade in drei verschiedenen Rot-Tönen streichen und der moderne Leucht-Lettern mit den drei markanten Buchstaben anbringen lassen will.
Mit 30 Beschäftigten plant Irfan Mehmood in Bad Oeynhausen, wo insgesamt 400 Quadratmeter Fläche auf zwei Ebenen sowie 100 Sitzplätze zur Verfügung stehen. "Wenn es gut läuft, dann könnten noch zehn weitere Mitarbeiter hinzukommen."
KFC bleibt mit dieser Wieder-Eröffnung auf Wachstumskurs. Erst am 2. April war in Köln die 60. Filiale hinzugekommen. Bad Oeynhausen wird Nummer 61 sein.