Auktionator erwartet bis zu 600 Bieter / Privatiers wie Geschäftsleute zugelassen / Versteigerung am Mittwoch und Donnerstag
Bad Oeynhausen. Die Kurstadt ist für Hubert Küpers ein gutes Pflaster. Zum zweiten Mal innerhalb von eineinhalb Jahren tritt der Auktionator aus Kirchlengern an, um die Reste eines Unternehmens gegen bar oder bankbestätigtem Scheck zu versilbern. War es im Dezember 2007 die Firma Horstmann auf der Lohe, so ist jetzt Fennel Technologies in Wulferdingsen dran.
Für die Insolvenzversteigerung sind zwei Tage (Mittwoch, 24. und Donnerstag, 25. Juni) anberaumt. Beginn ist am Mittwoch um 11 Uhr. Schon am heutigen Dienstag können Interessierte die mehr als 1.300 Positionen besichtigen.
Küpers ist Geschäftsführer der Industrieverwertungs GmbH & Co. KG (IVG) und als solcher vom Herforder Insolvenzverwalter Hans-Peter Burghardt mit der Bad Oeynhausener Auktion beauftragt worden. "Wir sind seit etwa 20 Jahren am Markt", erklärt IVG-Sprecher Manfred Althoff, für den Fennel Technologies "eines der größeren Verfahren ist." Gleiches galt damals auch für Horstmann.
Bis zu 600 Bieter aus dem In- und Ausland erwartet Althoff auf dem Areal am Sundern 86. "Zugelassen sind Privat- wie Geschäftsleute. Man braucht sich nur eine Bieterkarte für 2,50 Euro kaufen, dann ist man dabei", verspricht Manfred Althoff, der darauf hinweist, das an den Versteigerungstagen die einzelnen Posten ab 8 Uhr in Augenschein genommen werden können.
Dazu zählen diverse Spritzgießmaschinen, Geräte für den Werkzeugbau oder Büromöbel wie Tische und Stühle, aber auch Personal-Computer mitsamt Flachbildschirm, Drucker und Maus.
Der Verwaltungssitz von Fennel Technologies ist das einstige Landhaus am Krell, das der Unternehmer Bernd Fennel vom Meller Architekten Peter Spanhoff komplett umbauen und modernisieren ließ, steht laut IVG-Sprecher Althoff "nicht zur Disposition". Was für die Einrichtung wie auch das Objekt selber gelte.
Fennel Technologies war 2002 gegründet worden. Als Aufsichtsratschef fungierte Martin Nixdorf, einer der drei Söhne des Paderborner Computerpioniers Heinz Nixdorf. Im Januar 2009 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden, von der 320 Mitarbeiter betroffen sind.