Bad Oeynhausen. Andreas Bünz arbeitete in Pensionen, Luxushotels und Restaurants. Der Wunsch, sich selbstständig zu machen, war immer vorhanden. Im März verwirklichte der 29-Jährige seinen Traum und eröffnete an der Schulstraße das "Esszimmer".
"Wir haben fast alles selber renoviert", erklärt er stolz. Vorher war in den Räumlichkeiten ein thailändisches Restaurant. "Wir haben mit Hilfe von Freunden und Familie alles von Grund auf geändert und moderner gestaltet" , sagt Bünz. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin im Service und Thomas Führer, der hinterm Tresen steht, leitet er die Geschicke des Restaurants und der Kneipe.
Erfahrungen in der Gastronomie sammelte der junge Restaurantbesitzer unter anderem in Porta Westfalica, wo er eine Ausbildung zum Hotelkaufmann absolvierte. "Ich habe aber auch in St. Moritz und auf Sylt gearbeitet", erklärt der Küchenchef. Im "New Orleans" kellnerte er eine Zeit lang und lernte dort Thomas Führer kennen. "Wir verstanden uns gut und haben uns nie aus den Augen verloren." Als Bünz sein Restaurant eröffnete, war klar, dass sie von nun an wieder zusammenarbeiten wollten.
"Wir sind ein kleines Team. Die Abstimmung zwischen uns klappt einfach gut", erklärt Barkeeper Thomas Führer. Er sei ein Quereinsteiger in der Branche, könne sich aber kaum vorstellen, etwas anderes zu machen. "Für mich ist die Bar meine Bühne, an der ich einfach Spaß habe." Dort mixt der 44-Jährige den Gästen individuelle Cocktails. "Wir haben keine feste Karte, sondern fragen einfach nach den Wünschen." Jetzt im Sommer seien fruchtige Cocktails, wie der Mango-Summer, besonders beliebt.
Während Thomas Führer am Tresen steht, bereitet Andreas Bünz die Menüs zu. "Fleischgerichte wie Rumpsteak oder Wiener Schnitzel werden viel bestellt. Ich selbst esse auch gern Fleisch und gehe bei den Gerichten nach meinem persönlichen Geschmack. Ich biete nichts an, hinter dem ich nicht 100-prozentig stehe", erklärt Bünz.
Ein bestimmtes Publikum hat das "Esszimmer" nicht. "Zu uns kommen alle Altersklassen." Samstags seien die Fußballfans deutlich in der Überzahl. Dann laufen die Bundesligaspiele. "Mittlerweile ist das eine feste Gruppe, die uns an den Spieltagen besucht", so der 29-Jährige. Der Restaurantinhaber ist immer mit dabei. Nur montags, am Ruhetag, bleibt Zeit für andere Aktivitäten. "Dann besuche ich gerne andere Lokalitäten und lasse mich selbst mal bedienen", erklärt er. An Arbeitstagen bleibt kaum Zeit, Freunde zu besuchen. Doch Andreas Bünz sieht das ganz entspannt. "Mein Freundeskreis weiß, was ich mache und sie unterstützen mich. Dann unternehmen wir halt mal vormittags etwas oder sie besuchen mich im Restaurant."
AuchThomas Führer ist zufrieden, besonders wenn sie die Gäste für sich einnehmen können. "Das Schönste ist, wenn ein Gast mit grimmiger Miene hereinspazierst und uns gut gelaunt verlässt."
Mango-Mozzarella-Burger
Zutaten für vier Personen: Büffel-Mozzarella, 1 Mango, 1 Bund Rucola, 1/2 Schalotte, 100 Gramm Himbeeren, 2 Chilischoten, 1/2 Knoblauchzehe, 6 Esslöffel Balsamico, 1 Esslöffel Puderzucker, 1 Prise Salz, 1 Messerspitze Senf.
Zubereitung: Mozzarella und Mango in Scheiben schneiden und abwechselnd eine Scheibe Mozzarella und eine Scheibe Mango aufeinanderlegen. Dazwischen einige Blätter Rucola dekorieren.
Die übrigen Zutaten aufkochen, pürieren, durch ein Sieb streichen und über dem Mozzarella-Mango Burger verteilen. Die Himbeeren dekorativ am Tellerrand verteilen. Mit Balsamico garnieren.