Bad Oeynhausen-Eidinghausen (nisi). Die Wirtschaftskrise hat ein weiteres heimisches Opfer gefordert: Kahi-Antriebstechnik aus Eidinghausen ist insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Löhner Rechtsanwalt Marco Kohlmeier bestellt. Er will sich in den kommenden Tagen einen Überblick über die Lage verschaffen.
1980 begann die Erfolgsgeschichte von Kahi-Antriebstechnik. In Löhne legte Firmengründer und Diplom-Ingenieur Wolfgang Göttlicher mit zwei kaufmännischen Mitarbeitern den Grundstein für den langen Erfolg. Konzentriert hat er sich damals auf den Vertrieb von Fremdprodukten. Erst einige Jahre begann die Eigenproduktion, und 1995 zog die Firma dann nach Eidinghausen ins Industriegebiet Mönichhusen. Mittlerweile fungieren die beiden Söhne Sven und Jens Göttlicher als Geschäftsführer. Sie wollen sich am heutigen Freitag zur Situation äußern.
Auf 4,1 Millionen Euro bezifferte Jens Göttlicher noch vor vier Jahren anlässlich des 25-jährigen Bestehens den Umsatz. Damals baute er auf die wachsende Bedeutung des osteuropäischen Marktes. So hielt Kahi an die 300.000 verschiedene Kettenräder und mehr als 80 Kilometer Ketten auf dem Betriebsgelände bereit. Eingesetzt werden die in Gabelstaplern, Landmaschinen oder der Verpackungsindustrie.
Momentan prüft Insolvenzverwalter Marco Kohlmeier die Fortführung des Unternehmens. 17 Mitarbeiter haben laut seiner Auskunft seit August keinen Lohn mehr erhalten. "Das Insolvenzgeld wird für drei Monate - also bis Oktober - gezahlt." Somit müsse man, so Kohlmeier, binnen vier Wochen eine Lösung haben. Wie die aussieht - noch ist das unklar. Aber: "Momentan ist noch alles möglich", macht Kohlmeier den Betroffenen Mut.
Schuld an der Misere bei Kahi ist offenbar die Wirtschaftslage. "Spezielle Kundenaufträge sind offenbar nicht mehr abgenommen worden, weil die betroffenen Firmen selbst zahlungsunfähig waren", fasst Kohlmeier die Situation zusammen. Er werde nun schauen, wo die Schwierigkeiten im Einzelnen lägen.














