Bad Oeynhausen. Eine gemütliche Atmosphäre herrscht im Schlafzimmer des Museumshofes. Siegrid Papenhof ist zum fünften Mal auf dem Martinsmarkt vertreten und präsentiert ihre Papier-Licht Technik. "Das Licht passt gut ins Schlafzimmer, deshalb darf ich in diesem Raum ausstellen."
Der Martinsmarkt lockte am Samstag und Sonntag viele Besucher auf dem Museumshof. "Trotz des durchwachsenen Wetters kommen die Leute hierher", freut sich Organisatorin Dr. Hanna Dose am Samstag. Am Sonntag spielte das Wetter noch besser mit.
Viele Käufer und Verkäufer sind mittlerweile Stammgäste auf dem Martinsmarkt. Trotzdem bemüht Organisatorin sich jedes Jahr ein neues Konzept zu überlegen. Außerdem stimmt sie mit den Händlern ab, was angeboten wird, damit es ein weitläufiges Angebot gibt.
Der Schwerpunkt des Marktes ist der Advent. "Dies ist so zu sagen der erste Weihnachtsmarkt in Bad Oeynhausen", sagt Dr. Hanna Dose, Leiterin der städtischen Museen.
Seit 1999 gibt es einen Markt mit Kunsthandwerkern auf dem Museumshof. Damals noch unter dem Namen Barbara-Markt, der immer in der Adventszeit statt gefunden hat. "Durch die große Konkurrenz von anderen Weihnachtsmärkten haben wir den Markt jedoch in den November verlegt", erklärt Dose. "Seit dem heißt er Martinsmarkt und wir haben viel mehr Besucher."
Gute Qualität aus echter Handarbeit ist das Motto. An 30 Ständen werden die Waren der Kunsthandwerker ausgestellt. An vielen Ständen gibt es kreative Dinge zum dekorieren. Doch auch für Feinschmecker gibt es ein reiches Angebot. Im Haupthaus verkauft Gabriele Schier selbstgekochte Marmelade in klassischen, aber auch ausgefallenen Sorten.
Warme Kleidung für die kalte Jahreszeit bot die aus Estland stammende Tiia Sudek an. Schon seit einigen Jahren ist sie bei dem Markt dabei. Das besondere an der ihrem Handwerk ist, die norwegische Strickart. "Dadurch ist die Kleidung aus reiner Schurwolle besonders warm", erklärt die Estländerin.
Außerdem unterstützt der Martinsmarkt seit mehreren Jahren das Ruanda Projekt der Realschule Süd und des Immanuel-Kant Gymnasiums. "Wir verkaufen hier handgefertigte Produkte aus Ruanda, die eine Gruppe von Schülern von der letzten Reise mitgebracht hat", erklärt Sascha Ladewig, Mitglied der Ruanda AG. "Der Erlös geht wieder nach Ruanda wo er für soziale Projekte eingesetzt wird."
Mit einigen Verkäufern stimmt die Organisatorin schon den nächsten Markt ab. Und es wird auch im nächsten Jahr wieder etwas Neues geben. "Damit der Markt weiterhin interessant bleibt", sagt die Organisatorin.