Lastwagenfahrer rutscht auf eisglatter Fahrbahn von der Straße / B61 für die Bergung zwei Stunden gesperrt
Bad Oeynhausen/Porta Westfalica. Es war keine leichte Aufgabe, die auf Karl-Heinz Drumann und seine drei Kollegen wartete. Ein vollbeladener Lastwagen musste mit Hilfe von zwei Kränen aus dem Graben gezogen werden. Auf eisglatter Straße war der Fahrer mit seinem Wurst-Transporter in der Nacht zu Mittwoch ins Rutschen geraten. Für die Bergung musste die B61 zwischen Dehme und Porta Westfalica gestern Morgen für zwei Stunden voll gesperrt werden.
Es war 3 Uhr in der Nacht zu Mittwoch, als der 33-jährige Lastwagenfahrer aus Erfurt auf der glatten Straßen ins Rutschen kam. In Höhe des Drachenfliegerplatzes an der Freiherr-vom-Stein-Straße (B61) verlor der Fahrer die Gewalt über sein Gespann. Beladen mit 25 Tonnen Frischfleisch und Wurstwaren landete der Lkw in der rechtsseitigen Böschung. Er richtete dort lediglich einen Flurschaden an und überfuhr einen Leitpfosten. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf zirka 1.000 Euro. Der Lastwagen und seine Ladung blieben bei dem Unfall weitestgehend unbeschädigt.
Die Bergung des Gespannes entpuppte sich allerdings als sehr schwierig und aufwändig. "Wir haben uns das letzte Nacht schon angeschaut und beschlossen, den Lastwagen bei Tageslicht zu bergen", erklärte Karl-Heinz Drumann vom Abschlepp-Unternehmen. Zudem habe man den Berufsverkehr in den frühen Morgenstunden erst vorbeilassen wollen. Polizeibeamte der Portaner Wache brachten den Lkw-Fahrer während der Wartezeit zum Autohof an der A 2 in Porta Westfalica-Vennebeck.
Gegen 9 Uhr wurde dann die Bundesstraße zwischen Dehme und Porta gesperrt. Der Verkehr in Richtung Bad Oeynhausen wurde über B 482 und Autobahn 2 umgeleitet, in Gegenrichtung ging’s über den Alten Postweg. Trotz der Straßensperrungen ließen sich einige Lastwagenfahrer nicht aufhalten: Sie fuhren einfach an den Warnbaken vorbei. Und wunderten sich, dass sie unterhalb des Dehmer Berges vor einem querstehenden Polizeiauto endeten. Ein Wenden war dort nicht mehr möglich. Also hieß es warten.
Gute zwei Stunden waren Abschleppunternehmer Drumann und seine Kollegen mit der Bergung des verunglückten Lastwagens beschäftigt. Mit Hilfe eines Autokrans gelang es ihnen dann, das Gespann zurück auf die Straße zu bekommen. Von dort aus konnte der 33-jährige Fahrer gegen 11 Uhr seine Fahrt fortsetzen - und Wurst und Fleisch endlich ausliefern.