Bad Oeynhausen. Von "optimaler Plattform", "effektivem Netzwerk" oder "zentralem Treffpunkt" ist die Rede, wenn Aussteller über die Zuliefermesse ZOW in Bad Salzuflen sprechen, wo auch neun Bad Oeynhausener Unternehmen bis Donnerstag präsent sind. Mehrheitlich blicken sie zuversichtlich in die Zukunft.
"Das wird schon. Das sagt mir mein Gefühl", prophezeit Ulrich Hagemeier von den Wittekindshofer Werkstätten, die sich erstmals in den Messehallen vorstellen. Cersten Hellmich von Fennel, nach einjähriger Pause zurück im Lippischen, ist zurückhaltender, gibt sich indes "vorsichtig optimistisch".
Klappern gehört auf dieser Schau zum Handwerk. Was bei den Wittekindshofer Werkstätten wörtlich zu nehmen ist. Diakon Hagemeier lockt mit einem hölzernen "Kristall". Das knifflige Schaustück besteht aus sechs Holzleisten, die jeweils zwei ausgefräste Klinken zum Zusammensetzen haben. Und auf denen dann der Leitspruch des Dienstleisters zu erkennen ist: "Geht nicht gibt’s nicht."
Mit dieser Überzeugung treten die Wittekindshofer an. "Uns fehlt Arbeit, das wollen wir auf diese Weise beheben", hofft Hagemeier, der in Bad Salzuflen die Krise des Vorjahres vergessen machen möchte.
Überhaupt Krise. "Das war die Zeit und die Gelegenheit für innovative Gedanken", fasst Volker Giesselmann vom gleichnamigen Betrieb zusammen, der auf der ZOW mit höhenvariablen Büro-Tischen punkten will. "Daran kann man sitzen, aber auch stehen", erklärt der Geschäftsführer und fügt an, "in Dänemark oder Schweden ist das schon selbstverständlich." Wobei er den Gesundheitseffekt nicht vergisst: "Damit kann man Bürokrankheiten vorbeugen."
Auf ein gesundes Wachstum setzen derweil die kooperierenden Horst Hahndorf (Hagor) und Klaus Schürmann (KSM Metallverarbeitung), die "bestehende Kontakte vertiefen und neue Kontakte aufbauen wollen" (Schürmann). Erst zuletzt zeigten die Bad Oeynhausener, wie effektiv die Halterungen für Flachbildschirme im neuen Hoffenheimer Bundesliga-Stadion oder im Neubau der Klinik Bad Oexen sind.
"Gut aufgehoben" fühlen sich derweil Prokurist Detlef Schwer vom Stahlkontor und Geschäftsführer Lorenz Lingemann, die ihre Kundschaft beim Rundgang in den drei Bad Salzufler Messehallen finden. "Hier sind aber nicht nur Ostwestfalen", sagt Lingemann, der gerne auf das internationale Publikum verweist.
Eben diese potentielle Kundschaft ließ im vergangenen Jahr Fennel zur im zweijährigen Rhythmus stattfindenden "Inter-Zoom" nach Köln wechseln. Jetzt sind die Bad Oeynhausener mit dem größten Stand in Halle 19 gleich am Eingang nicht zu verfehlen. "Wir müssen sehen, ob wir im nächsten Jahr wieder nach Köln gehen, oder ob wir hier bleiben", hält Marketing-Leiter Cersten Hellmich alle Optionen offen. Positive Akzente hätten schon am ersten Messetag eine seitlich zu öffnende und zu schließende Jalousie-Tür gesetzt, die an Caravan-Duschen eingesetzt werden könne.
Bei Windmöller ist der Messestand zugleich Ausstellungsware. "Das ist hochwertiger Designer-Belag, der genau so einfach wie Klink-Laminat verlegt werden kann", wirbt Annika Windmöller aus der Marketing-Abteilung. Vater und Firmengründer, Ulrich Windmöller, sieht bereits die Auftragslage dieses Firmenzweigs der Windmöller-Gruppe "explodieren". Tochter Annika pflichtet ihm bei und gibt so etwas wie die Parole der ZOW aus: "Alles wird gut."