Bad Oeynhausen (nw). Scharf kritisiert der Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales im Landtag die Entscheidung des Aufsichtsrates des Herz- und Diabetes Zentrums Bad Oeynhausen zur Nachfolge des ausscheidenden Geschäftsführers, Titularprofessor Dr. Otto Foit. Garbrecht bedauert das frühe Ausscheiden von Otto Foit: "Er hat in seiner Zeit als Geschäftsführer zusammen mit Professor Körfer und allen Beschäftigten das HDZ zu einem medizinischen Leuchtturm in OWL, in NRW, ja weltweit gemacht."
Der Landesregierung, insbesondere dem zuständigen Minister, Karl-Josef Laumann, hält Garbrecht einen hohen Widerspruch zwischen Worten und Taten vor. Schon die Weitergabe des 50-prozentigen Gesellschaftsanteils der Gemeinnützige Gesellschaft Klinik für Diabeteskranke mbH an die Sana Kliniken sei eine Schwächung des öffentlich verantworteten Gesundheitswesens. "Unter einer sozialdemokratischen Verantwortung wäre ein solcher Schritt nicht vollzogen worden", so Garbrecht.
Gegen die aktuelle Berufung von Hecker als Geschäftsführers hat Garbrecht größte Bedenken. "Wer die berufliche Vita von Wilhelm Hecker verfolgt, kann nicht nachvollziehen, dass es sich um eine würdige, im Interesse des HDZ, seiner Mitarbeiter, aber auch der Patienten liegende Entscheidung handelt." Der SPD-Politiker beruft sich dabei unter anderem auf einen Bericht der Rheinischen Post. Die hatte über die beabsichtigte Entscheidung des damaligen Arbeitsministers Jung, Hecker zum Staatssekretär zu berufen, berichtet. In dem Artikel war Wilhelm Hecker unter anderem vorgeworfen worden, im Umgang mit Mitarbeitern ruppig und ungehalten zu sein. Auch seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Kölner Kliniken war nicht konfliktfrei. Sein Vertrag, so Garbrecht, wurde nur mit einem Stimmenpatt im Aufsichtsrat verlängert. Die Arbeitnehmervertreter hatten sich vehement gegen die Vertragsverlängerung gestemmt: "Schlechter Führungsstil und wirtschaftliches Unvermögen" lauteten die
Ablehnungsgründe.
"Das HDZ und seine Mitarbeiter haben eine andere Wertschätzung verdient, als sie mit einer solchen Personalentscheidung zum Ausdruck kommt", lautet das Fazit Garbrechts. Der Ausschussvorsitzende abschließend: "Die Landesregierung, der zuständige Minister, Karl-Josef Laumann, wird seiner Verantwortung nicht gerecht."