Bad Oeynhausen. Die ersten Planungen datieren aus dem Jahr 2008. Jetzt startet der Bünder Autohändler Marc Bollmeyer durch und errichtet an der Kanalstraße ein Autohaus für Neu- und Gebrauchtwagen sowie Kleinlaster bis 7,5 Tonnen. Der 45-jährige Unternehmer zur NW: "Wir investieren zwei bis drei Millionen Euro. Zum Ende des Jahren planen wir die Eröffnung." Der bisherige Bollmeyer-Standort an der Vlothoer Straße wird mit dem Umzug aufgegeben, der Pachtvertrag läuft in diesem Jahr aus.
Bollmeyer bezieht ein 12.850 Quadratmeter großes Areal zwischen der Kanalstraße und dem Kokturkanal. Die Marke mit dem Stern rückt damit in die erste Bad Oeynhausener Reihe und befindet sich zugleich in guter Gesellschaft. Neben diversen Gebrauchtwagen-Verkäufern haben sich an der Mindener Straße und der Kanalstraße mit Volkswagen, Toyota und Kia, Ford, BMW sowie Citroen die Vertretungen von mehreren bekannten Fahrzeug-Herstellern aneinander gereiht.
Die Stadt unterstützte die Bollmeyerschen Planungen und änderte den Flächennutzungsplan, "um die Verlagerung eines bereits in Bad Oeynhausen ansässigen Autohauses innerhalb des Stadtgebietes zu ermöglichen und somit dessen Verbleib am Standort zu sichern". Zuletzt war der Bereich an der sogenannten McDonalds-Kreuzung als Parkfläche für die Aqua Magica ausgewiesen gewesen. Allerdings nutzten nur wenige Autofahrer dieses Gelände.
Bollmeyer gilt als langjähriger und alt eingesessener Vertragspartner von Mercedes in Bünde. Seit 2001 ist Bollmeyer in Bad Oeynhausen präsent, wo an der Vlothoer Straße die einstige Mercedes-Vertretung Schneider übernommen wurde. Insgesamt zählt Bollmeyer 154 Mitarbeiter.
48 von ihnen werden - wie bisher - in Bad Oeynhausen tätig sein, wo Räumlichkeiten auf einer Fläche von 1.650 Quadratmetern gebaut werden. Dazu zählt eine Werkstatt für Nutzfahrzeuge sowie repräsentative Verkaufsräume für Gebraucht- und Neufahrzeuge. Bollmeyer profitiert damit von der "1-A-Lage", denn bislang wurden in Bad Oeynhausen keine Mercedes-Neuwagen verkauft. Insgesamt sollen bis zu 200 Fahrzeuge auf dem Areal Platz finden.
Für die Architektur der eingeschossigen Gebäude wurde ein renommiertes Büro aus Wolfenbüttel gefunden, das den typischen und anspruchsvollen Mercedes-Stil umsetzte. "Damit der entsprechend zur Geltung kommt, wird der Wall zur Kanalstraße abgetragen", sagt Marc Bollmeyer, der die zur Landesgartenschau 2000 aufgeschütteten Erd-Hügel in den rückwärtig gelegenen Bereichen aus Lärmschutzgründen erhalten will.
Seit dieser Woche ist das Grundstück eingezäunt, erste Baufahrzeuge sind im Einsatz. Mark Bollmeyer weist derweil darauf hin, dass ein General-Unternehmer die Planung übernommen habe und dass die Mehrzahl der Aufträge an heimische Unternehmen gegangen ist.
Am heutigen Donnerstagvormittag soll es zum feierlichen ersten Spatenstich kommen.