Bad Oeynhausen-Wulferdingsen (nisi). 150 Mitarbeiter der Wulferdingsener Fennel GmbH machen seit gestern Kurzarbeit. "Unsere Auslastung reicht nicht aus, um alle zu beschäftigen", erklärte Insolvenzverwalter Dr. Norbert Westhoff der NW. Gestern wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.
Das Aus bei Fennel kam Ende Juli selbst für Geschäftsführer Karl-August Trawny überraschend (die NW berichtete). Er ging er davon aus, dass die Investorengruppe um die Deutsche Bercot Management Gesellschaft die Liquidität für die Fennel GmbH & Co. KG sichern würde. Doch dann sprangen Großkunden ab - und Trawny musste Insolvenz beantragen.
"Der Geschäftsbetrieb läuft weiter, trotzdem reicht es nicht aus, alle 380 Mitarbeiter zu beschäftigen", so Westhoff. Die müssten Ende des Monats schließlich bezahlt werden, denn das Insolvenzausfallgeld wurde nur bis 31. August gezahlt. 230 Mitarbeiter - inklusive Auszubildende - verbleiben bei Fennel. "Ich habe viele Kundengespräche geführt und kann auf eine stabile Umsatzplanung bauen", betonte Westhoff.
Auch Betriebsratsvorsitzender Rüdiger Felten kann mit der Lösung leben: "Wir haben sie mit Gewerkschaft und Arbeitsamt erarbeitet", sagt er. Er sei froh, dass die Jobs noch da seien und die Kollegen zumindest Kurzarbeitergeld bekämen. In Sachen Investorensuche gibt sich Westhoff zuversichtlich: "Es gibt erfolgversprechende Verhandlungen mit mehreren Interessenten."
Das Unternehmen Fennel solle in sichere Hände, die eine dauerhafte Fortführung gewährleisteten. Westhoff: "Eine Lösung Ende September/Anfang Oktober wäre erstrebenswert - für Mitarbeiter und Kunden."















