Wegen des Schneefalls fällt die Überprüfung der Polizei kleiner aus - dennoch 250 Kontrollen am Schulzentrum Süd
Bad Oeynhausen. Der Schneefall machte der Polizei gestern einen Strich durch die Rechnung. Denn die Fahrradkontrollen fielen "mangels Zielgruppe" kleiner aus als ursprünglich geplant. Statt morgens und mittags an beiden Schulzentren in Bad Oeynhausen, wurden die Zweiräder zwischen sieben und acht Uhr an zwei Stellen am Schulzentrum Süd überprüft.
Dennoch waren es 250 Radfahrer, die von den Ordnungshütern unter der Federführung von Polizeioberrätin Inke Pfeiffer überprüft wurden. "In 24 Fällen mussten die Kollegen wegen mangelhafter Beleuchtung ein Verwarngeld in Höhe von 10 Euro verhängen", berichtet Burkhard Lübker von der Pressestelle der Polizei.
"Stichprobenartig wird regelmäßig kontrolliert", so Lübker. Denn die Zahl der Unfälle, an denen Fahrradfahrer beteiligt sind, seien immer noch zu hoch. Von den kreisweit 1.049 Unfällen, bei denen im Jahr 2009 Menschen verletzt wurden, ereigneten sich 288 unter Beteiligung eines Radfahrers. Das seien knapp ein Drittel. Von den insgesamt 1.414 Verunglückten sind 795 Unfallopfer Insassen eines Autos. Und 291 Verunglückte waren mit dem Fahrrad unterwegs. "Bei der Hälfte aller Verkehrsunfälle mit Radfahrbeteiligung sind die Radfahrer selbst die Verursacher", fügt Burkhard Lübker hinzu.
In Bad Oeynhausen registrierte die Polizei 229 Verunglückte, davon waren 50 Radfahrer. Häufigste Unfallursache in Bad Oeynhausen sind neben der Benutzung des falschen Radweges auch die Fehler beim Abbiegen.
"Wenn Radfahrer mit mangelhafter oder wohl möglich ohne Beleuchtung unterwegs sind, haben Autofahrer kaum eine Chance, diese frühzeitig zu erkennen", sagt Lübker.
Lübker, selbst nach eigener Aussage sozusagen Berufsradfahrer, empfiehlt daher: "Gutes Licht, helle reflektierende Kleidung, Reflektoren am Rad und natürlich ein Sturzhelm."
In Bad Oeynhausen hat die Polizei bis zum 31. Oktober 44 Unfälle mit Fahrradfahrern aufnehmen müssen. Dabei wurde eine Frau getötet, sechs Menschen schwer und 26 leicht verletzt.
Zwar fehlen noch zwei Monate in der Auswertung, dennoch hofft die Polizei, dass sich der erkennbar positive Trend fortsetzt.