Kartoffel-Laster auf der A 2 in Flammen / Totalschaden am 40-Tonner / Vier Kilometer Stau
Bad Oeynhausen/Vlotho. Es ging alles rasend schnell. "Ich habe einen Knall gehört und bin gleich rechts ran gefahren", sagte der 58-jährige Fahrer eines Sattelzugs aus Uelze. Gegen 14 Uhr stand der Motor des Lastwagens gestern in Flammen. Ursache unbekannt, wie Einsatzleiter Heiko Wiemann von der Feuerwehr Bad Oeynhausen erklärte. Vermutet wurde zunächst ein technischer Defekt.
Er habe alles "stehen und liegen gelassen", sagte der Fahrer, nur noch die Tasche und das Handy geschnappt und raus aus dem Führerhaus gesprungen. Eine wärmende Wolldecke gab es dann von den Einsatzkräften. "Unglaublich schnell" seien die vor Ort gewesen, lobte der der 58-Jährige, der dann erst einmal seinen Chef anrufen wollte.
Der 40-Tonner-Sattelzug, unterwegs in Richtung Dortmund, hatte Bio-Kartoffeln geladen. Das Feuer ereignete sich auf Höhe Bonneberg, parallel zur Straße An der Autobahn, etwa 200 Meter vor der Brücke Loher Straße. Die Feuerwehr setzte Löschschaum ein und hatte die Flammen schnell im Griff. Um an den Brandherd zu kommen, gingen die Wehrleute unter Atemschutz vor. Neben der hauptamtlichen Feuerwehr war auch die Löschgruppe Rehme im Einsatz. Auch Rettungssanitäter waren zur Sicherheit vor Ort, konnten aber unverrichteter Dinge wieder abziehen.
"Mir geht es soweit gut", meinte der Fahrer, nur "verdammt kalt" sei es. Unmittelbar bildete sich ein Rückstau bis zu vier Kilometer Länge, kurzzeitig war die Autobahn komplett gesperrt, konnte aber - zumindest für eine Fahrbahn - rasch wieder frei gegeben werden. Der komplett ausgebrannte Lastwagen wurde mit Spezialgerät geborgen, beendet waren die Arbeiten gestern erst gegen Abend.
Eine Ursache konnte die Autobahnpolizei auch am späteren Nachmittag noch nicht nennen. Auch die Polizisten vermuteten aber, dass ein technischer Defekt am Fahrzeug den Brand verursacht hat. Sie gingen auch davon aus, dass die Ladung nicht mehr verwendbar ist.