Bielefeld. Die intensiven Ermittlungen der Polizei nach dem tödlichen Autounfall auf der Oldentruper Straße (NW von Freitag) haben noch am selben Abend zu dem gesuchten Rivalen geführt, mit dem sich das spätere Todesopfer (43) zuvor ein rasantes Duell auf der Straße geliefert haben soll.
Zahlreiche Unfallzeugen hatten sich laut Christian Dahm, Stellvertretender Leiter des Verkehrskommissariates 21, bereits im Laufe des Unfalltages gemeldet. Die Hinweise auf der Suche nach dem zunächst unbekannten Unfallbeteiligten, verdichteten sich schnell: Noch am Donnerstagabend ermittelte die Polizei einen 24-jährigen Mann aus Schloß Holte-Stukenbrock, der mit seinem hellblauen 1er BMW Sportwagen an dem Unfallgeschehen beteiligt gewesen ist.
"Wir haben sein Auto sichergestellt und es dem verunglückten BMW gegenübergestellt", so Dahm. Der Sachverständige habe dadurch zwar eine Kollision zwischen diesen beiden Fahrzeugen definitiv ausschließen können, der Führerschein des 24-Jährigen wurde trotzdem einbehalten. "Der 24-Jährige hat eingeräumt, vor Ort gewesen zu sein und den Unfall im Rückspiegel gesehen zu haben", sagt Dahm. Gegen ihn werde zumindest wegen Unfallflucht ermittelt. Eine Beteiligung an einem Rennen hat er bestritten.
Aussagen belasten 24-Jährigen
Aufgrund übereinstimmender Aussagen – die Autos sollen mit hoher Geschwindigkeit und quietschenden Reifen nebeneinander hergefahren sein – gehen die Ermittler davon aus, dass auch das Verhalten des 24-Jährigen zu dem Unfall geführt habe.
Wie berichtet, war am frühen Donnerstagmorgen ein 43-jähriger Mann vor der HEW-Tankstelle an der Oldentruper Straße mit seinem 3er BMW verunglückt. Bereits 200 Meter zuvor war sein Auto während eines Rennens ins Schleudern geraten und hatte dort einen Opel Merivo touchiert. Als sein Wagen auf der Gegenspur zum Stillstand kam, prallte eine 34-jährige Autofahrerin fast ungebremst in die Seite des schwarzen BMW. Der 43-Jährige erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen, die Frau konnte gerettet werden. Sie liegt mit mehreren Knochenbrüchen noch immer im Krankenhaus.
Da die Polizei davon ausgeht, dass noch weitere Personen den Vorfall gegen 6.40 Uhr beobachtet haben, werden immer noch Zeugen des Unfalls und seiner Entstehungsgeschichte gesucht. "Wir suchen nicht nur Augenzeugen des tatsächlichen Zusammenstoßes vor der Tankstelle", erklärte Polizeisprecher Friedhelm Burchard, "sondern auch Beobachter des dunklen 3er BMW und des hellblauen 1er BMW auf dem Weg zur Unfallstelle hin – etwa in Höhe des Großmarktes." Hinweise an das Verkehrskommissariat 21 unter Tel. (05 21) 54 50.
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