Bielefeld. "Es war eine ganz normale Silvesternacht", fasste ein Beamter der Polizeileitstelle das Geschehen zum Jahreswechsel zusammen. Das bedeutet, das es zwar, wie üblich, zahlreiche Einsätze gab, dass größere Zwischenfälle aber zum Glück ausblieben.
Zu insgesamt 19 körperlichen Auseinandersetzungen wurden die Ordnungshüter in der Zeit von Donnerstag, 18 Uhr bis zum Neujahrsmorgen, 6 Uhr gerufen. Durch Schneeglätte war es bereits am Vormittag zu sieben Unfällen gekommen.
Mit einigen kleineren Bränden hatte es die Feuerwehr zu tun. Den größten Aufwand erforderte dabei ein Einsatz, der um 0.32 Uhr durch eine Sivesterrakete ausgelöst worden war.
Der Feuerwerkskörper war auf einem Balkon eines Wohnhauses an der Stedefreunder Straße gelandet und hatte dort Plastikgartenmöbel in Brand gesetzt. Die Berufsfeuerwehr rückte mit fünf, die Löschabteilung Brake der Freiwilligen Feuerwehr mit drei Fahrzeugen an.
Als die insgesamt 29 Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, hatten die Bewohner die Flammen bereits erstickt. Den Profis blieben daher nur noch Nachlöscharbeiten. Da eine Thermopenscheibe so stark beschädigt wurde, dass sie ausgewechselt werden muss, schätzt der Einsatzleiter die Schadenshöhe auf etwa 5.000 Euro.
Aufgeflext und mit einem S-Rohr abgelöscht werden musste um 3.14 Uhr ein Altkleidercontainer dessen Inhalt in Brand geraten war. Um 4.07 musste die Wehr zu einer brennenden Biotonne in Sennestadt ausrücken.
Zwei weitere Müllbehälter musste die Feuerwehr um 1.19 Uhr am Siegfriedplatz und um 2.02 Uhr an der Stapelbrede löschen. Als mutwilliger Fehlalarm stellte sich die um 5.02 Uhr gemeldete Rauchentwicklung in der Schildescher Martin-Niemöller-Gesamtschule heraus, wie die Kontrolle des Heizungskellers ergab.
Die Rettungsdienste verzeichneten in der Silvesternacht insgesamt 83 Einsätze.


















