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08.01.2010
BIELEFELD
Jugendliche werfen Fahrräder auf Autobahn - Frau verletzt
Drei Tatverdächtige ermittelt

Räder auf Autobahn | FOTO: POLIZEI BIELEFELD

Bielefeld (faa/-sg-). Die Polizei hat drei Tatverdächtige ermittelt, die am Donnerstagabend gegen 19 und 21 Uhr nahe dem Autobahnkreuz Bielefeld zwei Fahrräder von einer Fußgängerbrücke am Heidegrundweg auf die A 33 geworfen haben. Eine junge Autofahrerin erlitt leichte Verletzungen, als sie ausweichen wollte und gegen die Mittelleitplanke prallte, teilte die Polizei am Freitag mit.

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Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um drei Jungen im Alter von 13 und 14 Jahren aus einer Jugendeinrichtung in Bielefeld-Eckardsheim. Gegenüber der Polizei gaben die 13-Jährigen die Tat zu, der 14-Jährige mauerte. Demnach hätten die Jugendlichen bei einer Art Mutprobe gefundene Fahrräder von der Autobahnbrücke auf die Fahrbahn geworfen. Anschließend hätten sie das Schauspiel genossen, wie die Räder überrollt wurden.

Sechs Autos, darunter ein Zivilfahrzeug der Autobahnpolizei, wurden beschädigt, als sie die Fahrräder überfuhren. Der Gesamtschaden beträgt rund 12.000 Euro. Die Polizei spricht von "feigen Taten".

Nach der Vernehmung wurden die Jungen von der Polizei zurück in die Jugendeinrichtung gebracht.


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Kommentare
Bei Eckardsheim handelt es sich wohl um eine Einrichtung der Anstalten Bethel. Deshalb ist zuerst einmal zu fragen, ob es sich bei den Kids um schwer erziehbare Kinder handelt oder ob diese - im Verhältnis zu Gleichaltrigen - geistige Behinderungen aufweisen. Erst wenn diese Frage beantwortet, sollte ein Stab über die Kids gebrochen werden. Allerdings dürften, wenn es in Verbindung mit Eckardsheim so ist, wie ich vermuten, die Erzieher die wirklich Verantwortlichen sein. Entweder handelt es sich bsei den Kids um Schwererziehbare, dann haben die Pädagogen von Besthel mitversagt oder wenn die Kinder "geistig zurückgeblieben" sein sollten, ist das Versagen der Erzieher noch schlimmer, weil sie schlicht und ergreifend ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Die Anstalt Bethel wird hiermit aufgefordert, sich zum Sachverhalt eindeutig zu artikulieren.

@ Bernd, patriot u.a.: "Eine pädagogische Massnahme wird von den jugendlichen doch eher als Erfolg verbucht." oder "Solche Blagen sollten mal bei Wasser und Brot nach Afrika in die Wüste geschickt werden - das wäre vielleicht mal effektiver als diese ganze Kuscheltherapie - schwere Kindheit hin oder her !!!" Ey Leute, wieviel von euch sind a) ausgebildete Pädagogen und b) haben schon mit delinquenten Jugendlichen gearbeitet? Euren unmenschlichen Kommentaren zufolge - niemand. Und nur, weil ihr vielleicht Leben in diese Welt gesetzt habt macht euch das noch lange nicht zu "Experten" im Umgang mit Anderen, insbesondere delinquenten oder entwicklungsgestörten Jugendlichen. Einige sollten sich mal an das Motto halten: "Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse halten!"

Ich glaube nicht das hier versucht wird irgendetwas aufzubauschen, aber das Werfen von Fahrrädern auf eine Autobahn ist kein Kavaliersdelikt das man als kleines Übel mal verkraften sollte. Das sollte jedem Menschen bewusst sein das hier Menschen ihr Leben verlieren können und dieses wohl auch von den Tätern in Kauf genommen wird. Die Mutprobe besteht hier doch nur darin nicht erwischt zu werden. Eine pädagogische Massnahme wird von den jugendlichen doch eher als Erfolg verbucht. Ich sehe hier auch eine harte Strafe als Abschreckung sinnvoller als alles andere, da moralische Grundsätze von den "Eltern" ja leider immer weniger konsequent vermittelt werden.

Die Blagen sollten mal richtig einen auf den A**** bekommen, so das sie es sich zehnmal überlegen so einen Mist nochmal zu machen. Aber da sie sowieso keine Strafe zu erwarten haben werden solche Taten immer wieder Nachahmer finden. 6 Monate Arbeitslager wären doch ein Anfang

Liebe Leute, nun bleibt mal auf dem Teppich! Ja, Fahrräder auf eine Autobahn zu werfen ist eine Straftat und zwar, wie Ingo richtig schreibt, ein "Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr". Deshalb wird mit den Jugendlichen, wenn sie erwiesenermaßen schuldig sind auch nicht in einer Kuschelecke diskutiert – sie werden bestraft. Von einem Richter nach Recht und Gesetz. Und das Gesetz sieht hier Jugendarrest und oder Sozialstunden vor, auch wenn hier einige noch so laut nach Wegsperren schreien. Und hört mir auf mit diesen vorverurteilenden Vermutungen über die Jugendhilfe in Eckardtsheim. Dort wird großartige, sehr, sehr mühsame Arbeit auf hohem professionellen Niveau geleistet. Dass Straftaten wie die vom Donnerstagabend nicht begangen werden, ist Ziel dieser Arbeit. Und dieses Ziel wird sehr, sehr oft erreicht, nur das steht dann nicht in der Zeitung. Doch es wird nicht immer erreicht. Das ist entsetzlich, aber damit müssen wir leben. Der deutsche Diplomat, der mich kürzlich auf der A2 in Richtung Berlin, zuerst von der linken Spur blinken wollte, dann rechts zu überholen versuchte und bei der ganzen Aktion telefonierte, hat auch mein Leben und nicht nur meins gefährdet. Der wäre nicht mal bestraft worden, wenn er erwischt worden wäre. Ich wünsche den Mitarbeitern in Eckardtsheim viel Kraft für ihre wertvolle Arbeit.



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