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29.01.2010
BIELEFELD
Bielefeld wehrt sich gegen Google Street View
SPD, Grüne und FDP setzen sich im Stadtrat durch

Alles im Blick | FOTO/COLLAGE: GERALD DUNKEL

Bielefeld (los). Erstmals haben SPD, Grüne und FDP im Bielefelder Stadtrat gestern Abend einen gemeinsamen Antrag durchgesetzt. Mit der Ampel-Mehrheit und gegen die Stimmen der CDU-Fraktion hat das Stadtparlament beschlossen, dass die Verwaltung die Bielefelder Bürger bei der Wahrung ihrer Persönlichkeitsrechte gegenüber "Google Street View" unterstützen soll. Google lässt, wie berichtet, zurzeit in vielen Städten, darunter auch in Bielefeld, alle Straßen und Gebäude fotografieren, um dem Internet-Nutzer zu ermöglichen, sich virtuell durch eine Stadt zu bewegen.

Den Bürgern soll zu diesem Zweck ein Widerspruchsformular gegen die Veröffentlichung sie selbst betreffender Daten sowohl online auf der Internetseite der Stadt als auch als Info-Flyer in schriftlicher Form bereit gestellt werden. Außerdem soll die Verwaltung bei "Google Street View" Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Fotos kommunaler Gebäude und von Fahrzeugen der Stadt einlegen.

Zu einer härteren Gangart gegen Google – wie sie etwa die Stadt Ratingen eingeschlagen hat – konnte und wollte die Ratsmehrheit sich aber nicht entschließen. In der rheinischen Mittelstadt hat die Verwaltung Google eine Rechnung über mehr als 6.000 Euro ausgestellt, weil das Fotografieren von Straßen zu kommerziellen Zwecken einer kostenpflichtige Sondernutzung von öffentlichen Verkehrsflächen darstelle.

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Es ist verständlich, das der Stadtrat die Darstellung der Stadt in Googel verhindern will. Denn,wenn jeder sehen kann, wie Bielefeld heruntergewirtschaftet wird, ist es mit dem Image der Stadt vorbei und das Bielefelder Marketing kann noch so schön färben. Allerdings wird sich relativ schnell herumsprechen, warum Bielefeld gegen die Googelaktion ist.

jaja,wieder nährboden für die bielefeldverschwörung... demnächst is bi auch ausm shell/adac-atlas verschwunden.^^

@Paul Panther: Ich habe überlegt, ob ich sachlich korrekt antworten soll, habe mich aber für die andere, affektive Lösung entschieden. Also Herr Panther, was ist denn ihr Problem? Ärgern Sie sich darüber, dass sie nicht Informatik studiert haben und auf die Idee kamen, eine Suchmaschine zu programmieren? Ist es einfach nur Sozialneid oder haben Sie persönliche Einbußen in ihrer Lebensqualität durch google erfahren? Oder sind sie einfach nur sauer, weil google Forrestle.de aus dem Ad-Sense-Programm geworfen hat, und Sie jetzt nicht mehr den Regenwald retten können? Vielleicht haben Sie einfach auch nur Angst vor Voyeuren, man weiß es nicht.

Google street view ! SUPER ! Ideal zur Planung für Straftaten durch Kriminelle ! Zugegeben: Auch ohne Street View wurde neulich nach Einschlagen einer PKW-Scheibe in Garage geklaut !

Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass Orthographie inklusive der Groß- und Kleinschreibung anscheinend vernachlässigbar ist. Zum Thema: Ich finde es in Ordnung, wenn man sagt, es ist ein Eingriff in die Privatsphäre, wenn Google Fotos von mir macht und ich erkennbar bin. Auch finde ich es in Ordnung, wenn man sagt, Google macht das, was jeder macht, bzw. machen kann, nämlich Fotos des öffentlichen Raums zu machen und diese zu veröffentlichen. Ich selber würde mich eher der letzteren Argumentation anschließen. Was ich allerdings höchst bemerkenswert und ganz offen gesagt ziemlich besorgniserregend finde, ist, dass es momentan eine Welle der Entrüstung wegen Fotos von öffentlichem Raum gibt, gleichzeitig aber der Staat alle erdenklichen Daten, die weitaus tiefer in die Privatsphäre eindringen, sammelt und speichert. Ich stelle mal die kühne These auf, das gerade die, die sich hier über Google mokieren, gleichzeitig mit ihrer Deutschlandcard fleißig Punkte für ihre neue Kaffeemaschine sammeln.



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