Bielefeld. Eine Tageszeitung bewegt: üblicherweise Informationen zu Menschen. Jetzt auch die Menschen selbst. Die NW steigt in den Sparkassen-Marathon ein, ergänzt diesen um den "Neue Westfälische Stadtlauf". 29 Jahre nach dem letzten Bielefelder Marathon sollen am Samstag, 17. September 2011 etwa 2.500 Bielefelder und Ostwestfalen sowie etwa 3.500 Sparkassenmitarbeiter aus Deutschland durch die Stadt laufen.
Ein einmalige Aktion. Der Aufwand ist gewaltig. "Deshalb haben wir uns Partner wie die NW und den TSVE dazugeholt", sagt Norbert Schlingmann, bei der Sparkasse für den Lauf zuständig. Die Bielefelder sind nun Ausrichter der 36. sparkasseninternen Laufveranstaltung, die in Bielefeld über eine getrennte Wertung für andere Sportler geöffnet wird.
600 Helfer werden gebraucht, Sparkassenvorstand Dieter Brand bittet seine Mitarbeiter: "Entweder mitlaufen oder mithelfen." 220 Sperrschranken und 1.000 Leitbaken müssen bewegt werden. Teile der Innenstadt werden morgens gesperrt, zügig sollen die erhofften 6.000 Starter in Richtung Quelle geleitet werden. "Der erste Start ist um 8.30 Uhr, eine Stunde später werden wir die Innenstadt verlassen haben", sagt Schlingmann.
Start ist am Rathausplatz,es geht einmal um den Ravensberger Park, dann über Jahnplatz, Niedernstraße, Alter Markt und Obernstraße auf die Artur-Ladebeck-Straße, die Gütersloher und die Osnabrücker Straße, von der es dann ins Queller und Ummelner Hinterland geht. Ziel ist der Sportplatz an der Gesamtschule Brackwede.
Schlingmann: Seit 2006 wurde an der Strecke gearbeitet, "in enger Abstimmung mit der Stadt". Nun ist klar, dass es für die Sparkassenläufer drei Angebote gibt (zehn Kilometer, Halbmarathon und Marathon), für die Teilnehmer am NW-Stadtlauf ebenfalls drei (Halbmarathon, Marathon und einen Mixed-Staffel-Marathon für Vierergruppen).
Für NW-Geschäftsführer Axel Frick kommt der Stadtlauf gerade recht: "Wir haben ja 2011 unser Jubiläum – im April 1811 wurde der Vorläufer der Westfälischen Zeitung gegründet." 1967 fusionierte die Westfälische Zeitung mit der Freien Presse zur Neuen Westfälischen. NW-Geschäftsführer Wolfgang Kaeller nennt den Lauf "den sportlichen Schulterschluss mit der Sparkasse". Er empfindet den Marathon "als wunderbare Ergänzung zum Hermannslauf und zum Run-&-Roll-Day". Und auch wenn die Hausfarbe von Sparkasse und NW jeweils ein leuchtendes Rot ist, sieht er keine Verwechslungsgefahr bei den Läufern, die jeweils gemeinsam starten. Nummern sollen das regeln. Kaeller: "Fest steht, dass die Farbe Rot gewinnt."



















