Bielefeld. Dem städtischen Haushalt mangelt es an Geld. Das könnte künftig über höhere Eintrittspreise bei den städtischen Kultureinrichtungen eingenommen werden – so steht es in mehreren Beschlussvorlagen, die gestern dem Kulturausschuss zur Abstimmung vorgelegt wurden. Jährliche Mehreinnahmen: 62.350 Euro. Diese Summe soll durch eine Reihe von kleineren Preiserhöhungen erwirtschaftet werden:
An der Volkshochschule (23.350 Euro jährliche Mehreinahmen) könnte sich jede Unterrichtseinheit um 5 Cent verteuern, bei Kochkursen um 55 Cent. Die Preise der eher selten durchgeführten Sprachkurse im Firmenbereich steigen laut Vorlage um 13 Prozent.
Die Stadtbibliothek will ihre Gebührensätze anheben und damitMehreinnahmen von 2.500 Euro erzielen. Die Einzeljahreskarte könnte dann 20 statt 15 Euro kosten, die Familienkarte 25 statt 20 Euro. Ermäßigte Jahreskarten verteuern sich von 10 auf 12 Euro.
Jährlich 25.000 Euro soll die Preisanpassung des Historischen Museums bringen. Einzelbesucher würden künftig 4,50 Euro statt 3 Euro zahlen. Geringer sind Anhebung und Mehreinnahmen beim Naturkunde-Museum: Jährlich 1.500 Euro sind anvisiert, für Einzelbesucher ergäbe sich ein Eintrittspreis von 2,50 statt 2 Euro.
Auch das Bielefelder Kulturamt will die Eintrittspreise seiner Veranstaltungen anheben (10.000 Euro Mehreinnahmen), abhängig von der jeweiligen Veranstaltung und dem finanziellen "Potenzial der Zielgruppe".
Angesichts der Fülle an Einzelmaßnahmen votierten die Ausschussmitglieder einstimmig dafür, nur in erster Lesung zu beraten und erst dann abzustimmen, wenn es ein Gesamtspar-Konzept vorliege. Als weitere Einzelmaßnahme des Sparkonzepts waren die Eintrittspreise des Bielefelder Stadttheaters Thema im Betriebsausschuss Bühnen und Orchester.



















