Riesen-Echo auf Kino-Thriller "Die Bielefeldverschwörung" / Trailer gibt Vorgeschmack
VON FRANK BELL
Bielefeld. Das Musik-Video zur Bielefeld-Verschwörung mit Ingolf Lück ist im Internet zu sehen, das Buch zur Verschwörung erschienen. Schon im Vorfeld sorgt der Film "Die Bielefeldverschwörung" bundesweit für Furore in Zeitungen, im Fernsehen, im Internet. Gut möglich, dass der Thriller spätestens nach seiner Uraufführung am 2. Juni dieses Jahres Bielefeld bekannter macht als die Arminia.
Einen Vorgeschmack auf das Kino-Spektakel gab es gestern im Cinemaxx. Jede Menge Action, Spannung, exotische Drehorte, Stunts, Gags, Verfolgungsjagden: "Die Bielefeldverschwörung" hat alles, was ein Kino-Kracher braucht. Das legt zumindest der offizielle Werbetrailer nahe, der in rasanter Schnittfolge und voluminösem Ton Appetit auf mehr macht. Die meisten Mitglieder aus dem 35köpfigen Stab von Schauspielern und Produktion waren selbst von der hervorragenden Bild- und Tonqualität überrascht. In solch brillanten Bildern und großer Schärfe hatten sie sich auf einer Großbildleinwand noch nie gesehen. Gleichzeitig sind mehr als 800 Bielefelder mit der Stadt Teil des Films geworden.
Cinemaxx-Chefin Eliza Hanke war ebenfalls begeistert: "Die Qualität, die Kameramann Alexander Böke geliefert hat, ist absolut professionell. Sie entspricht voll unseren digital vorgeführten Filmen."
Rund 60.000 Euro verschlingt die Produktion der Fakultät für Erziehungswissenschaft im Bereich Medienpädagogik in Zusammenarbeit mit der Bielefeld Marketing. Über 200 Studenten haben unter Leitung von Fabio Magnifico, Thomas Walden und Böke in vier Semestern das Projekt auf die Beine gestellt. Ziel ist es, neben der Veröffentlichung eines abendfüllenden Spielfilms das Thema der Verschwörung attraktiv und produktiv für Bielefeld zu nutzen. "Wir streben eine Länge zwischen 90 und 110 Minuten an, derzeit sind es noch 120", sagt Böke, der den Film auch schneidet.
Einen Verleih gibt es noch nicht, derzeit denken alle Beteiligten erstmal an die Fertigstellung des Reißers. Magnifico: "Wir müssen noch die Musik produzieren, Ton, Farbkorrektur und Freigabe bei der Filmselbstkontrolle folgen." Kiel, von wo aus die Bielefeld-Verschwörung ihren Anfang nahm, könnte ein weiterer Spielort sein. Und ein Verkauf von DVDs wäre möglich.
Zu sehen gab es außerdem noch eine Dokumentation der Dreharbeiten und eine Zusammenstellung von Szenen, die einen weiteren Eindruck der Handlung und von Professionalität vermittelten. Annette Klinkert von Bielefeld Marketing begeistert: "Das Medienecho ist riesig. Eine ganze Stadt identifiziert sich mit der Verschwörung auf großartige Art und Weise."
Gut möglich, dass der Film einer der größten Marketingerfolge der letzten Jahre für die Stadt am Osning wird.
@ Ostwestfale:
Vielleicht sollten Sie Ihre Microsichtweise gegen eine Macrosichtweise tauschen, denn außerhalb dieser Provinz ist das Echo auf dieses Projekt durchweg positiv.
Außerdem steht es ja jedem Provinzler frei, seine Zeit und Energie in die Lösung für das existierende Image zu stecken.
Kritisieren ist aber einfach nur typisch ostwestfälisch und hilft niemandem weiter.
Ostwestfale schrieb am 12.03.2010 14:00 Uhr
@OWL Idiot: Das streitet ja auch keiner ab und ist sicherlich von/für den/die Studenten eine TOP-Leistung. Wenn es dann aber in die Öffentlichkeit gelangt und sich ggf. auch im Netz verbreitet, bleibe ich bei meiner Meinung...
OWL-Idiot schrieb am 12.03.2010 10:44 Uhr
@Ostwestfale @Hans:
Schon mal darüber nachgedacht, dass es ursprünglich gar nicht um einen "Imagefilm" ging bzw. geht, sondern darum, dass man als Student medienpädagogische Praxiserfahrungen sammeln konnte. Der Film war also nicht das Ziel, sondern der Weg zum Ziel.
Für das Budget dieses Films würde man in der Filmbranche nicht mal die Kamera für 3 Wochen mieten können.
Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken, wieviel Idealismus und Einsatzbereitschaft aller Beteiligten in diesem Projekt steckt.
Ihre Kommentare räumen bestimmt das Image der stuhren und schlecht gelaunten Westfalen beiseite.
Hans schrieb am 12.03.2010 09:55 Uhr
Einfach nur peinlich. Da wird dem Image der Provinz-Idioten ein Denkmal gesetzt.
Danny schrieb am 12.03.2010 09:29 Uhr
Ja, was soll man bei dem Budget erwarten? Der Film steht oder fällt mit Drehbuch, Regie und Schauspielern... und bei dem Wort Augenzwinkern bekomme ich da Angst ;)
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