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29.05.2010
Arminias letzte Hoffnung ruht auf Gerhard Weber
Stadt Bielefeld gewährt nur 500.000 Euro als Darlehen

Wird zur Schlüsselfigur | FOTO: DPA

Bielefeld. Die mögliche Rettung des von der Insolvenz bedrohten Fußball-Zweitligisten DSC Arminia Bielefeld wird immer mehr zu einem Wettlauf mit der Zeit. Der Rat der Stadt Bielefeld genehmigte dem Klub 500.000 Euro Kredit. Ursprünglich war von 4,85 Millionen Euro die Rede. Jetzt ruht die letzte Hoffnung des Vereins auf der Wirtschaft.

Die signalisierte in Person des Textilunternehmers Gerhard Weber, dass es noch einen Ausweg aus der bedrohlichen Krise geben könnte. "Arminia ist noch nicht tot", sagte Weber der Neuen Westfälischen. "Wir sind jetzt alle noch mal gefordert." Das Geld, das noch fehle, "muss halt kommen". Über den Betrag, mit dem sich die Stadt Bielefeld nun zugunsten des Vereines engagiere, könne er zwar nur lachen. Aber: Mit dem Ratsbeschluss sei eine neue Situation entstanden, die man neu bewerten müsse.

Thomas Lauritzen, Sprecher des Arminia-Sponsors Schüco, nannte das Ergebnis der Ratssitzung "unfassbar. Wir sind sehr enttäuscht." Er sehe aber nicht, dass die OWL-Wirtschaft den Betrag von drei Millionen Euro, mit dem sie den DSC unterstützen wolle, aufstocken werde. Gleichwohl sei auch Schüco "entschlossen, bis zum 2. Juni zu kämpfen". Bis kommenden Mittwoch, 15.30 Uhr, muss der Zweitligist die Auflagen für seine Lizenz bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) erfüllen.

Die Oetker-Gruppe will nicht für Arminia in die Finanzbresche springen. "Wir bleiben aber bei unserer Zusage, uns in der Jugendförderung zu engagieren", so Firmensprecher Jörg Schillinger. Wolfgang Brinkmann, stellvertretender Aufsichtsratschef bei Arminia und designierter Vereinspräsident, zeigte sich enttäuscht über den Beschluss. "Symbole reichen nicht, um Arminia zu retten." Schatzmeister Andreas Mamerow reagierte zurückhaltend: "Gestern hatte ich nichts, heute haben wir 500.000 Euro, das ist mehr als nichts."

Detmold erschüttert über Dilettantismus der Vereinsführung

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Die Kommunalaufsicht in Detmold hätte auch einen Kredit in der beantragten Höhe genehmigt. Dafür wäre man bereit gewesen, einen Weg "hart am Rande der rechtlichen Möglichkeiten" zu gehen. Allerdings lagen auch am Freitag die für eine Entscheidung notwendigen Unterlagen nicht vor. Benötigt und seit langem angefordert waren eine verbindliche Erklärung der Wirtschaft und eine verlässliche Erklärung der Banken. Man sei "erschüttert über den Dilettantismus der Vereinsführung".

Kurz vor der Ratssitzung hatte das Land NRW auf Forderungen in Höhe von zwei Millionen Euro verzichtet. Die SPD-Ratsfraktion wollte dann den städtischen Rettungsanteil auf 1,85 Millionen Euro reduzieren, um die Wirtschaft noch mal einzubinden. Doch eine Mehrheit stimmte für den Betrag von 500.000 Euro. CDU, Linke und Bürgernähe beschlossen eine Klausel, dass ab sofort eine Unvereinbarkeit von Funktionen bei Arminia und städtischen Tochterfirmen gelten soll. Das würde bedeuten, dass Stadtwerke-Geschäftsführer Brinkmann nur DSC-Präsident werden kann, wenn er zuvor den Stadtwerke-Posten aufgibt.

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Kommentare
kultur kann und darf auch nicht billig sein. kultur bedeutet doch möglichkeiten aufzuzeigen, anzubieten, erlebbar zumachen. theater, musik, prosa, ist unbedingt wichtig, kaufmännisch oft nicht rechenbar. fussball steht nicht unbedingt im aufgabenplan einer bürgerschaft, da fussball auch sehr kommerziell ausgerichtet ist, sich egtl. selber finanzieren müsste. nur wo geht das schon? ohne fussball (profi) ist sicher auch keine lösung .

Das Geld was dort Verbratten wurde ist doch auch das Geld der Mitglieder gewesen, wieso interessiert das eigentlich keinen wo ihre Kohle geblieben ist und fordern Aufklärung……….ach ja geht ja nicht mehr, waren sich ja zu 99,9% einig nix mehr zu sagen zu haben, und weils so ist wird nach dem Geld anderer Leute geblökt…………Sachen gibt’s…………………

@DIE WAHRHEIT
Sie sagen damit indirekt aus, dass die weniger gut verdienenden ( die nach Ihrer Ansicht ins Stadion gehen), den besser verdienenden (die Theaterbesucher) Ihre Bespassung mittels Steuergeldern zu bezahlen haben. Auch wenn ich das ganze Konstrukt dieser Aussage für falsch halte, dass sie dies für In Ordnung halten sagt einiges aus.

@DIE WAHRHEIT
Nicht nur sehr provokant formuliert sondern auch mit einigen Fehlern.
Zum eine gibt es niemanden der Ihnen beipflichten würde das die Führung von Arminia toll war.
Dies jetzt Ironisch so zu formielieren, hört sich so an, als ob die Fans ausschließlich jemand anderem die Schuld geben würden, tun Sie aber nicht.
Gerade diese Führung hat Entscheidungen getroffen, die manch einem Fan, und eben nicht die mitläufer aus dem Stadion ferngehalten haben, da man sehr frustriert war und eben auch ein Zeichen setzen will, statt alles zu schlucken was einem vorgesetzt wird.
Das Sie behaupten, dass das Theater eher für eine Zielgruppe bestimmt ist, die mehr Geld zur Verfügung hat zeugt davon, dass sie wohl weder im Theater noch im Stadion oft anzutrefen sind.
Das Theater ist mit Sicherheit nicht einem Auserwähltem Kreis vorbehalten, welcher sich nicht auf der Alm sehen lässt.
Vielmehr werden sie nichts anderes finden, was so viele Menschen unterschiedlicher Gesellschaftschichten zusmmenführt, und miteinander reden lässt.
Das Banken keine Gelder mehr geben, ist doch nicht erstaunlich sondern logisch, schließlich liegt ein gewisses Risiko in einem Darlehen. Bei einem weiteren Abstieg des Vereins würde es sehr schwer werden, diesen wieder zurückzubezahlen.
Nur die Stadt müsste ein Interesse haben, dem Verein zu helfen, da der Verein die Stadt um einiges attraktiver macht. Dies gilt nicht für alle Menschen aber eben doch für viele, genau wie beim Theater und anderen Dingen auch.
Nur das diese gewonne Attraktivität bei Arminia deutlich preiswerter zu haben gewesen wäre.

Liebe ANTI-Arminen! Was wir FANS hier machen ist nicht peinlich - sondern spricht für unseren starken support. Trotz peinlichen Auftretens der Vereinsführung halten WIR zu unserem Verein. Das ist Charakterstärke, nicht Peinlichkeit. Wir sind da, trotz Versagens in der Führung! Das ist Heimat - das ist ARMINIA.



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