Bielefeld-Brackwede (jr). Keine guten Nachrichten hatte Robert Dammann, Leiter der Justizvollzugsanstalt (JVA) Brackwede I in den vergangenen Tagen. Zunächst waren vergangene Woche ein Pole und zehn russischsprachige Insassen des Hochsicherheitstrakts in den Hungerstreik getreten (die NW berichtete), weil sie sich von einem russischsprechenden Justizbeamten belauscht fühlten. Am Sonntagabend meldeten Beamte auch noch den Tod eines Häftlings – Suizid.
Der 35-jährige Kirgise, der wegen des ungewöhnlichen Deliktes "Meineid" und kleinerer anderer Vergehen eingesessen hatte, war erst am Donnerstagabend von Hagen nach Bielefeld verlegt worden, bestätigte Dammann gestern. Nachdem ein Arzt am Freitag lange mit dem neuen Häftling gesprochen hatte, soll dieser grünes Licht für die gewünschte Einzelzelle (nicht im Hochsicherheitstrakt) gegeben haben. Obwohl der 35-Jährige schon länger als psychisch auffällig gegolten hatte, so Dammann. Gegen 20.20 Uhr fanden Justizbeamte den drogenabhängigen Mann schließlich tot in seiner Zelle. Er hatte noch gut zwei Jahre zu verbüßen.
Der kuriose Protest-Hungerstreik im Hochsicherheitsbereich war dagegen nur ein Strohfeuer. "Bis auf den polnischen Insassen haben alle zehn Beteiligten nach zwei Tagen wieder Nahrung zu sich genommen", so Dammann. Laut dem Anstaltsleiter der vierte Hungerstreik 2010. In keinem Fall hatten die Häftlinge ihren Protest lange durchgehalten. "Obwohl sie sich zuvor stets mit Lebensmittelvorräten eingedeckt hatten." Einziges Manko: Der russisch sprechende Justizbeamte wurde inzwischen mehrfach bedroht. Er soll jetzt in seiner Schicht Verstärkung bekommen.






















Seit neuester Zeit darf jemand der Deutsche Staatsangehörigkeit annimmt keine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen. Sollten die Insassen also lediglich im Besitz eines deutschen Passes sein, so wird man diese wohl kaum abschieben können.
@jette Leute wie Sie tun mit Leid. Wer so voller Vorurteile steckt dem ist wohl nicht mehr zu helfen.