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02.09.2010
BIELEFELD/BERLIN
Acht Verfahren wegen Bahn-Hitzepannen
Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung

Zusammenbruch im ICE | FOTO: ANDREAS FRÜCHT

Bielefeld/Berlin/Potsdam (dpa). Wegen der Hitze-Panne an den Klimaanlagen in Fernzügen der Deutschen Bahn laufen bundesweit acht Ermittlungsverfahren bei der Bundespolizei. Nachgegangen werde dem Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung und der unterlassenen Hilfeleistung, sagte ein Sprecher des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam.

Die Ermittlungen richteten sich vermutlich meist gegen Zugchefs. Eingeleitet wurden Verfahren in den Bundespolizeidirektionen Pirna, Hannover, Berlin und Sankt Augustin. Binnen weniger Tage waren Anfang Juli bei Temperaturen von weit über 30 Grad Klimaanlagen in gut 50 Fernzügen ausgefallen.

In einem dramatischen Fall musste ein ICE in Bielefeld gestoppt werden, in dem mehrere Schüler kollabiert waren. Inzwischen haben rund 23 000 Kunden Entschädigungen im Wert von 2,7 Millionen Euro erhalten. Aus Kulanz hatte der bundeseigene Konzern entschieden, jedem Reisenden, der wegen der Hitze Gesundheitsprobleme bekommen hatte, 500 Euro Schmerzensgeld zu zahlen. Außerdem wurden Reisegutscheine ausgegeben.
Fotostrecke
 
Klicken Sie auf ein Foto, um die Fotostrecke zu starten (40 Fotos).



Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
@Manu W.: Ich hoffe, Sie haben bereits geklagt. Ganz ehrlich!

Schon wieder holt die NW diese unsäglichen Fotos aus der Schublade. Ohne jede Not, die Bilder tun hier doch nichts zur Sache!
Ich zitiere hier einfach noch mal einen Kommentar auf nw-news zu diesem Thema, der wohl alles sagt:

"Beteiligte Rettungskraft schrieb am 12.07.2010 13:32 Uhr:
...jenseits von diesem ganzen Drama: Die Fotos, die die NW (und andere) da am Ort geschossen haben und die mittlerweile in zahlreiche Medien Einzug gefunden haben (Spiegel-Online, Springer-Presse etc. pp.), sind aus meiner Sicht als sehr grenzwertig anzusehen. Den Rettungskräften und Betroffenen (gerade Kindern/Jugendlichen) so dicht auf den Leib zu rücken und dann noch mit einer Kamera in der Hand, gehört sich aus meiner Sicht einfach nicht (das es rechtlich nicht zu beanstanden ist, ist mir völlig klar). Außerdem ist dieses Verhalten prinzipiell auch dazu geeignet in einer unerwünschten Weise Einfluss auf den Verlauf des Einsatzes oder Einzelmaßnahmen innerhalb des Einsatzes zu nehmen. Also beim nächsten Mal bitte wieder ein paar Schritte zurück, liebe Fotografen!"

Einmal im Jahr fahre ich mit meinem Sohn von Nrw nach Thüringen zu meinen Eltern, dort machen wir dann 4 Wochen Ferien. Am Sonntag den 29.August hat mein Mann uns dann abgeholt , weil ich uns die Strapazen nicht noch einmal antun wollte

Am 1.08. fuhren wir 9.36Uhr mit dem IC 2035/l-hbf NV von Hannover nach Leipzig .
Der erste Mängel bestand schon mal darin, dass ich die von der Bahn angewiesenen Platzkarten nicht nutzen konnte, da es in diesem bestimmten Abteil 9 keine Plätze 74 und 75 gegeben hat. So viel zu den Platzkarten.

An diesem Tag war die Klimaanlage defekt bzw. funktionierte gar nicht und die Luft bis Leipzig wurde immer dünner. Mein Sohn hing dann schon auf dem Fußboden und ich wedelte ihm immer mit der Zeitung zu, er wurde immer schlapper ,bei jeden Halt brachte ich ihn zur Tür , wo auch keine große Frischluft zu uns kam. Auch mein Kreislauf spielte dann kurz vor Leipzig nicht mehr mit,unsre Sachen waren nassgeschwitzt und wir waren froh, als wir dann in einen klimatisierenden Zug nach Gera gesessen haben.
Viele der Fahrgäste waren am schimpfen , die Schaffner haben sich schon gar nicht mehr blicken lassen, auf meine Frage zu einer Dame des Reinigungspersonals, welches durch den Zug kam, ob dies hier normal wäre, meinte sie nur " Nein das ist nicht normal hier heute!"

Der Zug kam nätürlich auch noch zu spät in Leipzig an, so dass wir bis Gera den Anschlusszug verpasst haben.
In Leipzig erzählte ich dann an der Info, was wir durchgemacht haben und wie sich die Menschen in den ICEgefühlt haben müssen. Darauf bekam ich nur die Antwort, " Damit hab ich nichs zu tun!"
Ich bin einfach nur enttäuscht und keiner fühlt sich für irgend etwas zuständig.


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