Bielfeld. Mit einer Unterschriftenaktion will die Wählergemeinschaft "Bürgernähe" in Bielefeld ein Bürgerbegehren für den Atomausstieg der Stadt auf den Weg bringen. Die Stadtwerke sollen ihre Anteile am AKW Grohnde verkaufen und bis 2018 auf den Bezug von Atomstrom
verzichten, erklärten die Initiatoren des Bürgerbegehrens am Freitag.
Die Stadtwerke besitzen den Angaben nach knapp 17 Prozent der AKW-Anteile und beziehen 53 Prozent ihres Stroms von dort. Der Verein "Mehr Demokratie" in Köln forderte die Bielefelder Stadtwerke auf, künftig ausschließlich in die Nutzung von erneuerbaren Energien zu investieren. Diese schafften in der Region Arbeitsplätze, Kaufkraft und machten die Stadt unabhängig von Energiequellen wie Gas, Kohle oder Uran.
Für das Bielefelder Bürgerbegehren werden die Unterschriften von etwa 10.000 Bürgern benötigt. Lehne der Rat das Begehren ab, komme es zum Bürgerentscheid, hieß es.