Bielefeld-Ummeln (ei/jr/aj). Ein 37-jähriger Golf-Fahrer und zwei Mitfahrer sind am Donnerstagabend nach einem Unfall in Ummeln geflüchtet, obwohl bei dem Zusammenstoß eine 22-jährige Honda-Fahrerin schwer verletzt wurde. Die Polizei suchte mit Spürhunden und Hubschrauber nach den Flüchtenden – vergeblich. Mittlerweile sind Name und Wohnsitz des Bielefelders bekannt, doch er wie seine beiden Begleiter sind spurlos verschwunden.
Wie die Polizei am Freitag mitteilte, überholte der Golf-Fahrer gegen 20.30 Uhr trotz Überholverbots und Tempo-70-Limits auf der Gefällstrecke des "Ummelner Knapp" mehrere Autos, darunter einen Mercedes, in dem ein Bielefelder (35) saß. Auf Höhe Knappweg stieß der Raser mit dem entgegenkommenden Honda der Studentin aus Münster zusammen. Ihr Auto wurde von der Straße, dann gegen den Mercedes geschleudert und prallte schließlich gegen einem Baum. Der Mercedes wurde um 180 Grad gedreht.
Der Unfallfahrer fuhr trotz herausgerissener linker Vorderachse an seinem Golf noch etwa 80 Meter weiter, stieg dort aus und machte sich ebenso wie seine zwei Mitfahrer aus dem Staub. Ob der 37-jährige Halter aus Bielefeld tatsächlich am Steuer saß, ist bisher ungeklärt. Die Polizei setzt die Fahndung nach dem Aufenthaltsort des Bielefelders fort.
Die Studentin musste mit schweren Verletzungen in ein Gütersloher Krankenhaus gebracht werden. Nach Mitteilung der Polizei durfte sie das Krankenhaus am Freitag aber wieder verlassen. Der Mercedes-Fahrer wurde leicht verletzt.
An den teils total beschädigten Autos entstand ein geschätzter Sachschaden von etwa 10.000 Euro. Der Golf des Unfallverursachers wurde von der Polizei sichergestellt. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Gütersloher Straße fünf Stunden lang gesperrt werden.
Da zunächst gemeldet worden war, die Honda-Fahrerin sei in ihrem Auto eingeklemmt, wurden Löschzüge aus Gütersloh und Isselhorst, ein Notarzt und drei Rettungswagen alarmiert. Aus Bielefeld rückte ein Rettungswagen an, ein zweiter Notarzt brach die Anfahrt ab.
Mit Hilfe von Drehleiter, Lichtmast und Wärmebildkamera suchte die Feuerwehr (Gütersloh und Senne )ein Maisfeld ab, fand aber ebenfalls niemanden.