Bielefeld. Am Eingang der Diskothek Stereo am Boulevard in Bielefeld ist es am späten Dienstagabend beinahe zu einer Massen-Panik gekommen. Schüler der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule und des Ceciliengymnasiums hatten ab 22 Uhr zu ihrer Vorabi-Party eingeladen. Am Eingang wurde es dann laut Polizei zwischen 23 und 24 Uhr eng.
Einige der jungen Gäste gerieten im Gedränge in Panik. "Wir haben von der Veranstaltung aus mehrere Anrufe von Gästen bekommen, die Angst haben", sagt Polizeisprecher Martin Schultz.
25 Polizeibeamte aus Bielefeld und von der Bundespolizei kamen zu Hilfe und stießen auf einen Pulk von etwa 150 dicht gedrängten jungen Menschen. Schultz: "Sich da herauszuwinden war nicht mehr möglich."
In diesem Pulk befand sich auch Anna Scharf (17). "Es war so eng, dass ich mich an meine Tasche klammern musste, damit ich sie nicht verliere", erklärt sie gegenüber der NW. "Besonders von hinten wurde stark gedrückt, viele waren angetrunken." Auch Leonie Kuehne bekam im Gedränge Angst. Sie schreibt in einer Email an die Lokalredaktion von "loveparadeähnlichen Zuständen". Bei der Loveparade in Duisburg waren im Gedränge mehrere Menschen ums Leben gekommen.
Grund für das Gedränge im Stereo ist laut Polizei die umständliche Ausweiskontrolle gewesen. Abipartys werden von recht jungem Publikum besucht und es ist auch schon 16-Jährigen gegen Vorlage des Ausweises erlaubt, in Begleitung eines Erwachsenen zu feiern. Schultz geht davon aus, dass die Mitarbeiter der Disko von der Masse überrascht wurden. Es waren 700 Karten verkauft worden. 2.500 sind für die Räume zugelassen. Die Polizisten bildeten eine Polizeikette und markierten mit Flatterband eine Absperrlinie, durch die sie die Gäste geordnet führen konnten. Verletzte gab es nicht. Das Stereo war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar.





















