Bielefeld. Beliebt und bewährt: Der Bielefelder Leinewebermarkt am Wochenende war nach der Meinung vieler rundherum gelungen. 250.000 Menschen aus der ganzen Region kamen und erlebten eine bunte Mischung aus Musik, Tanz, Sport und Theater. Das Programm verzeichnete insgesamt 138 Auftritte auf den verschiedenen Bühnen. Die ganze Stadt war eine einzige Partymeile. Und das Wetter hätte auch schlechter sein können. Denn bis auf ein paar Tropfen am Samstagabend war es trocken, zum Teil sogar sonnig.
Journalisten wollen immer wissen, was in diesem Jahr neu ist. Da gab es zwei Dinge: Zum einen gab drehten sich zwei Riesenräder. Das eine, 38 Meter hoch, neben dem Ratsgymnasium, das andere, rund 18 Meter hoch, auf dem Jahnplatz. Neu war auch das Ansehen von Bratwurst und Pommes. Gesundheitstechnisch jedenfalls. Denn in Zeiten von verseuchten Gurken aus Spanien mit dem Erreger EHEC galten die Schlemmerplatte rot-weiß plus Fettstäbchen nun als Hort einer absolut gesunden Ernährung.
Hans-Rudolf Holtkamp, Chef der Bielefeld Marketing GmbH, charakterisierte Fest als "positiv entspannt". Großen Zuspruch erhielt die Rockbühne am Rathaus. Das Programm fand bei den einschlägig Interessierten höchstes Lob. In den Anfängen des Marktes war die Musikauswahl sehr rocklastig, dann wurde es gesetzter, bis sich niemand unter 30 mehr für den Markt interessierte, jetzt kommen beide Altersgruppen wieder zu ihrem Recht.
Die Jüngsten auf der Bühne waren drei Jahre alt
Die jüngsten Künstler auf der Sportbühne auf dem Bunnemannplatz waren drei Jahre alt. Die ältesten Tänzer traten bei den Volkstanzgruppen auf. Die Senioren zeigten, dass man auch mit 80 Jahren noch dem Tanze frönen kann.
Auf der Tobeschlange im Kunsthallenpark vor dem großen Riesenrad hüpfen Stella, Mathilda, Maxi und Lucie. Die Sechsjährigen haben einen Mordsspaß.
Auf dem Bunnemannplatz vor der Sportbühne sitzen die Schachspieler. Es herrscht gerade Gegenwind. "Uns macht das nichts aus", sagt Stephan Peters vom Schachclub Brackwede. David (11), der ihm am Brett gegenüber sitzt, spielt seit einiger Zeit Schach. Das königliche Spiel und Spiel der Könige ist Denksport. Kann aber trotzdem anstrengend und schweißtreibend sein.
Die Jumpies des TSV Altenhagen treten in verschiedenen Altersgruppen an. Die jüngsten Mädels sind fünf. Die ältesten sind elf. Mit Federpuscheln an den Händen geben sie einen Eindruck davon, was später Cheerleaders können müssen. Als sie abgehen, strahlen sie.
Im nächsten Jahr ist wieder Leineweber. Nummer 39. Auf ein Neues.
Toller Hinweis - nur dass die Eintrittspreise bei Herrn Weber in Halle so hoch sind, dass es sich die meisten nicht mehr leisten können!
Die Miesmacher hier haben überhaupt nicht begriffen, was der Leineweber überhaupt ist - ein Stadtfest für ALLE und vor allem: UMSONST, was sämtliche Live-Acts angeht.
Rockmusik gab es übrigens auch, auf der Bühne am Rathaus. Genauso wie Volksmusik und -tänze auf einer anderen Bühne.