Bielefeld (ard). Das Ev. Krankenhaus Bielefeld (EvKB) gibt alle pathologischen Leistungen mit Ausnahme der Neuropathologie an das Institut für Pathologie am Klinikum Region Hannover (KRH) ab. Der Vertrag zwischen den Kliniken tritt am 1. Juli in Kraft. Kündigungen wird es durch die Vergabe an den Dienstleister nicht geben. Das EvKB verspricht sich von der Vergabe in Einsparung von mindestens 450000 Euro pro Jahr.
"Für die Patienten ändert sich durch die Fremdvergabe nichts an der Behandlungsqualität", sagt Dr. Heiner Meyer zu Lösebeck, Geschäftsführer des EvKB. Der Vertrag stelle sicher, dass stets eine erfahrene Pathologin aus Hannover während der Operationszeiten im EvKB persönlich anwesend sei, um die Schnellschnitte zu befunden, die insbesondere bei onkologischen Operationen wichtig sind, um zu beurteilen, ob das Krebsgewebe durch die OP vollständig entfernt wurde und ob der Tumor bös- oder gutartig ist. Die Fachärztin, die zuvor kommissarische Chefärztin in Hannover war, nimmt außerdem an den Tumorkonferenzen teil. Die Befundung aller Gewebeproben und die Obduktionen übernimmt dann das Pathologische Institut des KRH. Elf Fachärzte sichern dort die pathologischen Leistungen für zwölf Krankenhäuser in der Region Hannover. Das Institut für Neuropathologie, das von PD Dr. Volkmar Hans geleitet wird, bleibt weiterhin eigenes Institut des EvKB.
Das Institut in Hannover gehört zu den größten seiner Art in Deutschland. Es nimmt jährlich rund 70.000 Untersuchungen vor. Geleitet wird es von Chefarzt Prof. Dr. Ludwig Wilkens. Der 47-Jährige verfügt über langjährige klinische und wissenschaftliche Erfahrung. Prof. Wilkens ist erster medizinischer Ansprechpartner für die Ärzte des EvKB.

















