Bielefeld. Ende des Monats reiht sich der Siegfriedplatz in prominente Gesellschaft ein. In der Ausgabe vom 26. August präsentiert ihn das Magazin der Süddeutschen Zeitung (SZ) mit einer doppelseitigen Großaufnahme. Neben dem Dresdner Elbufer, der Admiralbrücke in Berlin und dem Münchner Gärtnerplatz. Die Aufnahmen dafür fanden am Sonntag und Montag statt.
Am Sonntag noch wunderten sich die Fotografen Simon Gallus und Tobias Brummer. Der "Siggi" war beinahe menschenleer. Sie hatten sich erhofft, mit ihrem Kamerakran die dort üblichen Menschengruppierungen ablichten zu können.
Die beiden Fotografen blieben und wollten es noch einmal am darauf folgenden Tag versuchen. Und mit etwas Wetterglück und einem Facebook-Aufruf der NW ("Sit-On auf dem Siegfriedplatz für das SZ-Magazin") konnten sie am Montag ein buntes Treiben auf dem Platz fotografieren. Immerhin rund 100 Menschen waren auf den Platz gekommen.
Meter für Meter abgelichtet
Dabei gingen sie Meter für Meter vor. "Wir setzen später ein zeitlich komprimiertes Bild zusammen", sagte Gallus, der in Dortmund Fotografiedesign studiert hatte und Bielefeld über die hiesige Fachhochschule kennt. Dass der "Siggi" aber in dieser Reihe erscheint, ist einem Redakteur des SZ-Magazins zu verdanken. Christoph Cadenbach hatte den Platz dort untergebracht. Der 31-jährige Wahlmünchener stammt aus Bielefeld und schrieb während seines Studiums auch für die NW.
"Das Heft wird den Sommer in der Stadt und den Lebensraum außerhalb von Parks behandeln", sagt Cadenbach. Die Redaktion hätte beobachtet, dass die Menschen sich zunehmend auf Plätzen
auf den Boden setzen, obwohl diese Orte sich eigentlich nicht dazu eignen. "Es ist wie eine Aneignung von öffentlichem Raum", so der SZ-Redakteur. Und es hätte anfangs – wie bei der Admiralbrücke – viel Streitpotenzial geboten, wenn sich viele Leute dort versammelten. "Aber es wirkt auch sehr identitätsstiftend und gemeinschaftsbildend".
@D.: Vielleicht hätten Sie Ihren hanseatischen Besuch lieber mal an einem Juli-ABEND (!) auf den Siggi führen sollen - da ist er normalerweise bei entsprechendem Wetter prallvoll mit Menschen. Tagsüber ist an heißen Tagen hier in der Tat nicht viel los - warum auch? Da lässt es sich am Obersee oder im Bürgerpark oder dem eigenen schattigen Balkon wirklich besser aushalten, um sich auf das abendliche Feierabendbierchen auf dem Siggi vorzubereiten ;-)
P.S. Was meinen Sie eigentlich mit "Bierwagen"??? Doch nicht etwa die "Supertram"? Wer unseren Siggi so geringschätzig verkauft, darf sich über ein "geringschätziges Schnauben" nicht wundern...
D. schrieb am 11.08.2011 16:04 Uhr
Als ich an einem sonnigen Julitag im vergangenen Jahr einem Hanseaten den Siggi als das pulsierende Zentrum des Westens präsentieren wollte, war er - absehen von knapp einer handvoll Menschen auf den Bierbänken vor Bürgerwache & Bierwagen - völlig verwaist. Was meinem Hanseaten ein geringschätziges Schnauben abrang: SO lebendig ist Bielefeld mitten im Sommer? Tja. Vielleicht waren ja alle am Obersee. Oder so.
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P.S. Was meinen Sie eigentlich mit "Bierwagen"??? Doch nicht etwa die "Supertram"? Wer unseren Siggi so geringschätzig verkauft, darf sich über ein "geringschätziges Schnauben" nicht wundern...