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01.10.2011
BIELEFELD
Nachbarin prügelt Kind krankenhausreif
Anklage nach Vorfall auf Bielefelder Spielplatz
VON HUBERTUS GÄRTNER

Tatort Spielplatz

Bielefeld. Auf einem Spielplatz in Bielefeld hat sich ein schlimmer Vorfall ereignet. Ein zwölf Jahre altes Mädchen wurde dort von einer Nachbarin verprügelt und schwer verletzt. Wochenlang musste das Opfer anschließend im Krankenhaus liegen. Mehr als ein halbes Jahr nach dem Übergriffen ist das Kind immer noch in ärztlicher Behandlung.

Die mutmaßliche Täterin, eine 31 Jahre alte Frau aus Lettland, muss sich in Kürze vor dem Bielefelder Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, die kleine Diana misshandelt und an der Gesundheit geschädigt zu haben.

Entsetzt | FOTO: HUBERTUS GÄRTNER

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen ist Jurgita A. am 7. März dieses Jahres auf einem Spielplatz im Bielefelder Stadtteil Vilsendorf aus völlig nichtigem Anlass extrem aggressiv geworden. Laut Anklage war ihre eigene elf Jahre alte Tochter Sarah zunächst mit ihrer Spielkameradin Diana in einen Streit geraten und hatte daraufhin die Mutter zur Hilfe gerufen.

Kopf und Bauch schwer verletzt

Als Jurgita A. auf dem Spielplatz erschien, soll sie Diana zunächst zur Rede gestellt und nach ihrem Namen gefragt haben. Als das Kind diesen nicht preisgeben wollte, wendete die Lettin offenbar massive Gewalt an. Sie habe Diana zu Boden gestoßen, sich anschließend auf das wehrlose Mädchen gesetzt und seinen Kopf mehrfach auf den Boden geschlagen, heißt es in der Anklageschrift. Auch habe sie dem Kind Schläge in den Bauch versetzt.

Erst einem Nachbarn, der in der Nähe war und das Geschehen beobachtet hatte, sei es gelungen, die Aggressionen von Jurgita A. zu stoppen und sie von dem Kind loszureißen, sagt Rechtsanwältin Anke Woehler. Sie vertritt Dianas Eltern Sirin (30) und Iskan Ak (31). Die Eltern, deren Wohnung etwa 80 Meter von dem Spielplatz entfernt liegt, waren von ihrer jüngsten Tochter Leyla (9) alarmiert worden. Als sie auf dem Spielplatz ankamen, war es aber schon zu spät – Sirin und Iskan Ak konnten nur noch die Polizei und einen Krankenwagen für ihre Tochter herbeirufen.

Diana wurde in die Kinderklinik Bethel gebracht. Dort diagnostizierten die Ärzte bei dem Opfer ein Schädel-Hirn-Trauma, ein stumpfes Bauchtrauma sowie Prellungen an Rücken, am Daumen und am rechten Fuß sowie eine posttraumatische Belastungsstörung.
Zunächst musste Diana vom 7. bis 18. März in der Klinik bleiben.

Tochter muss regelmäßig Beruhigungsmittel nehmen

Doch danach hatte das Kind die schweren Übergriffe längst nicht verkraftet. Vom 19. April bis zum 31. Mai lag Diana erneut im Krankenhaus, weil ihre psychischen Beschwerden zu massiv geworden waren. Auch heute müsse ihre Tochter regelmäßig Beruhigungsmittel nehmen und immer wieder das Krankenhaus aufsuchen, berichten die Eltern. "Ich kann das nicht fassen", sagt Sirin Ak. Die Angeklagte sei doch selbst Mutter – es sei ihr unbegreiflich, wie jemand ein hilfloses Opfer so brutal behandeln könne.

Rechtsanwältin Woehler ist ebenfalls entsetzt. "So etwas habe ich nicht für möglich gehalten", sagt sie. Jurgita A. droht nicht nur eine strafrechtliche Sanktion. Woehler will als Vertreterin der Nebenklage für die kleine Diana auch ein beträchtliches Schmerzensgeld fordern.


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Kommentare
Ch. Sackewitz: Entweder haben Sie keinen Geschichtsunterricht genossen oder aber während des Unterrichtes nur dumme-Jungen-Streiche verübt, denn sonst wäre Ihnen bekannt, daß Deutschland ein Teil des Heiligen-Römischen-Reiches war und somit ein christliches Land ist.

Oh Heiliger "VATER" - er sonnt sich in seiner eigenen perfekten Moral ! Sie sind ja so ein toller Mensch - GLÜCKWUNSCH !!!

...dass die NW solche niveaulosen Kommentare zulässt (hier und in anderen Foren, in denen ebenfalls ständig diffamiert und beleidigt wird), ist das eigentliche Problem. Und beim Chat mit den Chefredakteuren hier vor einigen Wochen haben die das sogar verteidigt bzw. bagatellisiert. Das ist unterirdisch und rächt sich früher oder später. Geld bezahle ich für den Schund jedenfalls schon lange nichtmehr.

@ DENNIS: Wir bemühen uns, die Einhaltung der Nettikette bei unseren Kommentatoren zu gewährleisten. Gerade bei diesem Thema mussten wir sehr stark eingreifen. Das zeugt von hoher Emotionalität bei diesem Thema. Da wird oft nicht in reinstem Schriftdeutsch argumentiert. NW


Dieser Bericht macht mich echt sprachlos! Schämt sich die Frau denn nicht? Ein wehrloses Mädchen derart zu verprügeln... und das wegen einer Kleinigkeit? Das hätte man einfacher, gewaltlos und vorbildlicher lösen können! "Die Eltern kamen leider zu spät an. Sie konnten nur noch die Polizei rufen.." Heißt das, dass der Nachbar diese "Frau" hat laufen lassen??! Oder verstehe ich da etwas falsch... Naja. Jedenfalls bestätigt diese hirnlose, assoziale Tat mal wieder mein Gefühl, dass Kind-Jugend-Erwachsentum immer mehr miteinander verschmelzen und es irgendwann keinen Unterschied zwischen diesen Lebensabschnitten mehr gibt... Erwachsene sollten doch eigentlich Vorbilder sein. Und es ist absolut inakzeptabel, dass man Gewalt anwendet! Das arme Mädchen hat wahrscheinlich ihr Leben lang ein Trauma und muss mit Medis versorgt werden, um halbwegs angstfrei durch das Leben zu gehen. Und was ist mit dieser "Frau"? Ich finde auch, dass man dieses respektlose und abartige Verhalten damit bestrafen sollte, indem man diese Frau wieder in ihr Heimatland abschiebt. Dort hätte sie es nämlich niemals gewagt, da es dort anders zugeht. Hier wird sie wahrscheinlich "nur" zu einer Geldstrafe oder so verdonnert. Was bringt das dem Mädchen und der Familie? Nichts..

So, nachdem ich trotz massiver Legasthenie vor allem beim Lesen der Kommentar halbwegs noch denken kann bin ich zu folgener Meinung gekommen:

1. Gewalt ist keine Lösung!
2. Mann / Frau schlägt keine Kinder (und auch sonst keine Lebewesen - dafür gibt es den Boxsack oder das Schlagzeug)!
3. Was hat das ganze mit Migration zu tun?
4. Was hat das ganze hier mit Religion zu tun?
5. Anstatt hier rumzumeckern oder Dampf abzulassen sollte man(n) / Frau sich lieber um die Erziehung seiner Kinder kümmern...!



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