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23.11.2011
BIELEFELD
20 Vögel verendet
Bielefelder vermutet Gas-Anschlag: "Auf einmal waren alle tot"
VON ALEXANDRA BUCK

Haben Angst um ihre Haustiere | FOTO: OLIVER KRATO

Bielefeld. Warum sind die so still? Daniel Schäfer will am vergangenen Donnerstag wie jeden Morgen seine Vogelschar in der Voliere füttern – doch die Tiere sind tot. Alle 20. Schäfer vermutet, dass jemand aus der Nachbarschaft dafür verantwortlich ist. Das Vogelsterben ist nur einer von etlichen merkwürdigen Vorfällen, die Schäfers Haustiere betreffen.

Doch von vorn: Am 11. Januar 2010 ziehen Daniel Schäfer (26) und Mike Unkel (25) mit ihren Katzen an die Hainteichstraße im Bielefelder Stadtteil Babenhausen. Anfang dieses Jahres findet Daniel Schäfer auf der Terrasse neben dem Kratzbaum für die Katzen ein Stück rohes Putenfleisch. "Ich habe es weggeworfen, mir nichts dabei gedacht."

Im März 2011 liegt die schwarze Saphira tot auf dem Bürgersteig. Schäfer findet am Kopf der Katze ein kleines Einschussloch, außerdem ist das Auge verletzt.

"Wir waren gerade eingezogen"

Schäfer und Unkel sind geschockt und traurig, dennoch gehen sie der Vermutung, jemand könne die Katze erschossen haben, nicht nach. "Wir waren gerade eingezogen und wollten nicht gleich Unruhe stiften", erklärt Mike Unkel.

Nach dem Tod der Finkenschar am vergangenen Donnerstag allerdings ist das Maß voll. Die beiden wollen Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Sie sind davon überzeugt, dass die Tiere keines natürlichen Todes gestorben sind. "Da hat offenbar jemand etwas gegen uns und lässt seinen Ärger an unseren Haustieren aus", vermutet Daniel Schäfer.

"Ein Loch in der Folie, die ich zum Schutz der Vögel vor der Kälte angebracht habe, deutet darauf hin, dass hier möglicherweise jemand Gas oder Chemikalien eingeleitet hat."

"Ich traue mich kaum, die Katzen rauszulassen"

Nun leben die beiden in ständiger Angst um ihre anderen Tiere. "Ich traue mich kaum, die Katzen rauszulassen." Auch um die Goldfische und kleinen Kois im Gartenteich hätten sie Angst. Nicht zu unterschätzen auch der finanzielle Schaden von etwa 1.000 Euro (Eine Gouldamadine kostet 50 bis 80 Euro).

Noch in der vergangenen Woche haben Unkel und Schäfer drei der toten Finken zum Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt OWL (CVUA) nach Detmold gebracht. Dort werden die Tiere akribisch untersucht. "Die 80 Euro pro Vogel sind es uns wert."

Mit Ergebnissen rechnet manfred Stolz vom CVUA Mitte kommender Woche. Ausschließen will er Fremdverschulden nicht. "Dass alle auf einmal tot sind, ist schon merkwürdig."

Zeugen gesucht

Wer am Mittwoch oder Donnerstag rund um das Grundstück Hainteichstraße 1 jemanden gesehen hat, der sich an der Voliere zu schaffen gemacht hat, kann sich bei Daniel Schäfer unter unter Tel. (05 21) 94 93 24 76 melden.

Kommentare
Ich würde mein Grundstück einfach per Kameratechnik überwachen. Das ist heutzutage kein großer Aufwand mehr.

Das ist so schlimm....es gibt zu viele kranke Menschen, auch in einer Siedlung wie Babenhausen. Hoffentlich werden die Verantwortlichen gefunden- und wer etwas mitbekommen hat, möge bitte dies auch kundtun!!!

Ein Giftgasanschlag durch das Loch in der Folie, die zum "Schutz" der Vögel angebracht wurde, halte ich für eher unwahrscheinlich.
Für plausibler halte ich, daß die Gouldamadinen schlicht und einfach erfroren sind (Siehe Wikipedia:
"Im Vergleich zu den robusteren Zebrafinken, die ebenfalls zu den Prachtfinken zählen, ist die Gouldamadine ein anspruchsvollerer Ziervogel. Sie gedeihen am besten bei einer gleichmäßigen Mindestraumtemperatur von 24 °C und einer hohen Luftfeuchtigkeit.")

da kann man nur den Kopfschütteln worüber hier spekuliert wird und über (...) geschreibe, Nicht von Allen!! Es geht hier,wenn diese Personen den Artikel wohl mal richtig gelesen haben um eine ernst zunehmende Situation und nicht über schuld zuweisung und Aufklärung welches tier passt zu mir und welches kann ich mir dazuholen!!
'' Warum lese ich hier von keiner Polizeilichen Anzeige,...'' ??!! Was für eine Frage,. dieses sollte wohl mit dem, die Vögel wurden zur opduktion und zur Aufklärung nach Detmold gebracht,.Erstmal muss wohl bei so einem Plötzlichen massensterben der Vögel eine Natürlicheweisse zu todesursache ect aussgesschlossen werden!! Wenn klar auf der Hand liegt und die opduktion das bewiesen hat das hier jemand Handangelegt, erst dann '' Anzeige gegen unbekannt..''
Da jeder Normale Mensch schon aus diesem Artikel entnehmen kann und sich alles mal zusammen rechnet, dann sollte man sich nicht über die katzen fangen die Vögel und die Vögel genick bruch,.bla bla und diese (...) geschreibe, nen Kopp machen sondern mal zur tat schreiten und mehr die umgebung im auge haben,was so um einen herrum passiert, wer sich pervers und feige über kleine Vögel hermacht und diese WEHRLOSEN TIERCHEN tötet, dieser Person ist alles zuzutrauen.
Ich bin da aber optimistisch das diese Person schon bald überführt heute kann man einfach alles nachweissen und finden einen oder diese Person wird nen Fehler machen und sich selber verraten,.!!
Vieleicht haste das auch schon ,.. denk mal drüber nach !!!

Ich lese in dem Bericht nichts von einer Anzeige bei der Polizei. Okay, mag sein, dass das Verfahren aufgrund von Nichtigkeit (Tiere sind Sachen, also Sachbeschädigung) eingestellt wird. Dennoch würde ich eine umgehende Anzeige tätigen. Zudem erhöht das den Druck auf den Täter sich freiwillig zu stellen.
(©S. Althoff via WDR-Köln)

@Kollegin NW: Nah dran bleiben!



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