Brackwede (bast). Die Zusammenlegung von Vogelruth- und Südschule bleibt nach wie vor möglich. Dass eine Fusion aber bereits zum Schuljahr 2012/2013 stattfinden könnte, ist so gut wie ausgeschlossen.
SPD, Grüne und FDP lehnten gestern Abend im Stadtrat den Antrag der CDU ab, den entsprechenden Beschluss vom September 2011 aufzuheben. Marcus Lufen, der für die SPD auch Bezirksvertreter in Brackwede ist, enthielt sich.
Der Entscheidung ging ein heftiger Schlagabtausch voran. Marcus Kleinkes (CDU) argumentierte, dass Vogelruth- und Südschule unterschiedliche Konzepte hätten, der Pausenhof der Marktschule, in der beide zusammengelegt werden sollen, zu klein wäre und der Stadtring davor nicht verkehrsberuhigt werden könnte. Auch die Bezirksvertretung sei gegen eine Fusion.
"Lebensfähige Grundschule"
Gerd Kranzmann (SPD) hielt dagegen, dass die Südschule ein Problem mit den Anmeldezahlen, die Vogelruthschule dagegen ein Raumproblem habe und die Marktschule keine Eingangsklasse mehr bilden könne. Alles zusammen spreche dafür, an Veränderungen zu denken und im sanierten Marktschulgebäude eine "lebensfähige Grundschule" zu schaffen. Den Ratsbeschluss zur Fusion sieht er als Prüfauftrag. Man werde versuchen, eine "optimale Lösung für Brackwede" zu finden. Zum Schuljahr 2012/2013 werde es noch keine neue Lösung geben.BfB, Linke und Bürgernähe unterstützen die CDU. Martin Schmelz (Bürgernähe) bezeichnet das Vorgehen der Verwaltung, die bisher noch nicht mit der Marktschule gesprochen habe, als "skandalös".
Inge Schulze (Grüne) erklärte dagegen, die Fusion sei notwendig. Die Sicherung der Unterrichtsqualität und die demographische Entwicklung erforderten es, zu handeln. Dafür spreche auch das Ungleichgewicht zwischen Kindern mit Migrationshintergrund und deutschen Kindern an der Südschule von 28 zu 3 bei den aktuellen Anmeldungen. Nicht handeln zu wollen, wie die CDU, hieße, "Grundschulen auf kaltem Weg sterben" zu lassen.
Harald Buschmann (FDP) sagte, dass sich kleine Schulen bei sinkenden Schülerzahlen nicht erhalten ließen. Die Verwaltung werde einen Beschluss vorbereiten. Man werde entscheiden, wenn alle Fakten auf dem Tisch lägen: "Wir lassen uns nicht drängen."

















