Erleben Sie Ihre Stadtgeschichte hautnah! Historische Dokumentationen über Bielefeld auf 7 DVDs:
- Die Bielefelder Kleinbahn - Die Zerstörung des Schildescher Viadukts - Leben und Hoffen in den Ruinen - 800 Jahre Jöllenbeck - Jahnplatz – gestern und heute
- Die Lutter
- Bethel - Sozialgeschichte made in Bielefeld
- Bielefeld - die Leinenstadt
- "Der Haller Willem"
Schildesche im zweiten Weltkrieg: Wenige Monate der 1000-Jahr-Feier in der einstigen Bauernschaft gerät der Schildescher Viadukt auf die Einsatzpläne der alliierten Bomberverbände. Dieses Verkehrsdenkmal aus der Gründerzeit des Eisenbahnbaues mit seinen charakteristischen Rundbögen ist Bestandteil der Ost-West-Achse und damit ein strategisch wichtiges Ziel.
"Als die Erde bebte. Die Zerstörung des Schilldescher Viaduktes." Diese zeitgeschichtliche Dokumentation der NW-Film-Reihe als DVD-Produktion erinnert an die Zerstörung der Talbrücke im Bielefelder Norden. Engländer und Amerikaner verwandelten in 54 Luftangriffen das Johannisbachtal in eine Kraterlandschaft. Auf der deutschen Seite wird eine Umgehungsbahn gebaut. Sie ist schon in Betrieb, als es der Royal Air Force am 14. März 1945 gelingt, mit Hilfe der zehn Tonnen schweren "Grand Slam"-Bombe die mächtigen Pfeiler des Viaduktes wie Streichhölzer einknicken zu lassen.
Noch heute erinnert sich die Schildescher Bevölkerung an die Bombenangriffe, die in der Zivilbevölkerung mindestens 130 Todesopfer gefordert hat. Augenzeugen berichten über den Tag, als in Schildesche die erde bebte.
Nach dem Krieg diente eine Stahlkonstruktion als Dauerprovisorium. Erst im Oktober 1984, 39 Jahre späte, ist der Viadukt wieder vollständig hergestellt. Die Spuren der Bombardierung sind nur an der Oberfläche beseitigt. Im Erdreich verbergen sich immer noch Blindgänger: Reste jener 3.600 Sprengbomben, die über dem Johannistal abgeworfen wurden.
Preis: 9,90 Euro
Bielefeld nach Kriegsende
Leben und Hoffen in Ruinen
Bielefeld nach Kriegsende: die Innenstadt weitgehend zerstört, Flüchtlinge drängen in die Stadt verschärfen das Wohnungsproblem zusätzlich. Kohlenklau ersetzt geregelte Brennstoffversorgung, Kompensationsgeschäfte helfen den Hunger stillen, wo Lebensmittelkarten nicht ausreichen. Doch in den Ruinen wird gelebt und gehofft. Ein neues Bielefeld entsteht. Geboren aus der Not einer Zeit, die ästhetischem Denken keinen Raum ließ.
"Bielefeld - Leben und Hoffen in den Ruine", Diese zeitgeschichtliche Dokumentation der NW-Film-Reihe als DVD-Produktion ist er ersten Film mit Bildern aus der Stadt zwischen 1927 und 1957. Er zeigt auch, wie diese Stadt vor dem Krieg einmal aussah, wie die Bewohner feierten und sich nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 in den Dienst des Hakenkreuzes stellten. Längst verschollen geglaubte Filmdokumente veranschaulichen, wie der Begeisterung beim Aufbruch ins "Tausendjährige Reich§ schnell die Ernüchterung über das wahre Gesicht des Krieges führt.
Am 30. September 1944 trifft der schwerste Bombenangriff die Stadt. 600 Menschen sterben, in der Altstadt tobt ein Feuersturm, der eine Ruinenwüste hinterlässt. Noch ist der Krieg nicht zu Ende: Am 14. März 1945 zerstört die Royal Air Force mit der "Grand Slam"-Bombe den Schildescher Viadukt, Drei Wochen später marschieren die Amerikaner ein. Ein neues Kapitel der Stadtgeschichte beginnt. Die Trümmer werden beseitigt. Ein anderes Bielefeld entsteht. Hunger, Wohnraumnot und Brennstoffmangel konnten den Wiederaufbauwillen nicht bremsen.
Preis: 9,90 Euro
800 Jahre Jöllenbeck
So feiern die Jümker
Das 800jährige Bestehen des Ortes Jöllenbeck wurde 1991 ausgiebig gefeiert. 1191 wurde es erstmals als "Julinkbike" urkundlich erwähnt. Die Videoproduktion der Neuen Westfälischen zeichnet die Höhepunkte der Festtage vom 8. bis 23. Juni 1001 minutiös nach. Besonderen Wert legten die Macher auf den Wiedererkennungseffekt bei den Zuschauern. Von der Eröffnung der Heimatstube an der Amtstraße über die Uraufführung des "Jollenbecker Bogentanzes", den Festakt in der Realschule oder die Renovierung des alten Amtssaales bis hin zu Beiträgen der Kirchen und Vereine sind alle wichtigen Ereignisse dokumentiert. Höhepunkt ist der 800 Meter lange Festzug, an dem rund 1.500 Menschen beteilgt waren.
Nach über 15 Jahren ist diese Videoproduktion der NW nun wieder im Handel. Wer sich erinnern möchte, seinen Kindern oder Freunden zeigen will, wie es damals war oder vergleichen möchte, was sich in Jöllenbeck verändert hat, für den ist die Produktion ein Muss.
Preis: 9,90 Euro
Die Lutter
Bielefeld entdeckt seinen alten Bach
Der Bach Lutter entspringt in Quelle und fließt seit Urzeiten durch den heutigen Kreis Gütersloh zur Ems. Die Geschichte der Lutter beginnt lange vor der Bielefelder Stadtgründung 1214. Erst als der Gadderbaumer Bohnenbach, der durch die Stadt Richtung Heepen floss, dem wachsenden Bielefeld im 15. Jahrhundert nicht mehr genügend Wasser lieferte, erreichte die Bürgerschaft in zähen Verhandlungen mit dem Landesherrn, dass sie die Lutterquellen teilen und dem Bohnenbach mehr Wasser zuführen durften, Seitdem gibt es auch eine Weser-Lutter, der eigentlich Bohnenbach heißen müsste.
Jahrhundertelang floss das Bächlein so mitten durch Bielefeld, trieb bis zu zwölf Mühlen an und versorgte die Stadt mit Wasser. Mitte des 19. Jahhunderts stank die Lutter zum Himmel, weil die Abwässer in ihr landeten. Daher ließ der Magistrat sich nach und nach im Untergrund verschwinden, wo sie heute noch fließt - größtenteils durch die Kanalisation.
Schon in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erinnerten sich Bielelefelder an den vergessenen Bach. Doch erst 2004 wurden 125 Meter des alten Baches vor dem Gymnasium am Waldhof in einem künstlichen Lauf - zur Freude der Bielefelder - auf private Initiative wieder ans Licht gebracht. Dort fließt das inzwischen glasklare, saubere Wasser durch die Grünanlage. Bald schon könnte die Lutter auch im Park der Ravensberger Straße wieder offen plätschern.
Als Stadtgewässer steigert sie die Lebensqualität und ist für Schulen Lernobjekt.
Preis: 14,90 Euro
Jahnplatz - gestern und heute
Als 1847 vor den Toren der Stadt ein Bahnhof der Köln-Mindener Eisenbahn erreichtet wird, liegen vor dem Niederntor grüne Wiesen und Felder. 1861 pflanzen Turner dort die Jahn-Eiche anlässlich des Gedenktages der Schlacht bei Leipzig. Die Beizeichnung "Jahnplatz" taucht amtlich erst 15 Jahre später auf. Allgemeingut wird der Jahnplatz, als im Oktober 1883 eine Bronzebüste des Turnvaters Jahn mitten in der Grünanlage enthüllt wird.
Das NW-Video, produziert und hergestellt von der Bielefelder TRI-ERGON FILM GMBH, beschreibt über rund 160 Jahre die Geschichte des Platzes, sein Werden und sein Wandle im Zuge der industriellen und verkehrlichen Entwicklung der Osningstadt. Die städtebaulichen Probleme beginnen schon 1902, als sich auf dem Jahnplatz zwei Straßenbahnlinien treffen. 1957 macht Bielefeld Furore: Der neue Fußgängertunnel unter dem Jahnplatz ist bundesweit einmalig. Spätestens seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat sich der ehemalige Platz zu einem Verkehrsknotenpunkt entwickelt, dem Kritiker heute trotz aller Gestaltungsversuche eine gewisse "seelenlosigkeit" und geringe "Aufenhaltsqualität" vorwerfen. Manche Bielefelder vermissen die Gemütlichkeit und die Nostalgie, die großformatige historische Fotos des Platzes in der Stadtbahnhaltestelle Jahnplatz verströmen. Die DVD war bereits bei ihrem ersten Erscheinen 1990 ein großer Erfolg und ist bei TRI-ERGON FILM GMBH aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht worden. Wenig bekanntes und zum Teil noch nicht veröffentlichtes Filmmaterial ist zu sehen.
Preis: 9,90 Euro
"Blumen pflücken während der Fahrt verboten"
Eine fast vergessene Verkehrseinrichtung: Die Bielefelder Kreisbahnen erschließen seit ihrer Inbetriebnahme am 1. April 1901 den nördlichen Bielefelder Landkreis sowie Teile der Ämter Enger und Werther. Das neue Verkehrsmittel führt die Menschen zusammen, verringert die Distanz zwischen Städten und Gemeinden. Rund drei Millionen Mark kostete der Bau des etwa 29 Kilometer langen Schienennetzes, das in Enger mit den Gleisen der Herforder Kleinbahn verbunden ist.
"Blumenpflücken während der Fahrt verboten - Erinnerungen an die Bielefelder Kreisbahnen" ist eine DVD-Produktion aus der NW-Filmreihe von 1985 und schildert Planung, Bau, Betrieb und das unrühmliche Ende der Schmalspurzüge 1954 und 1956. Filmaufnahmen aus den dreißiger und fünfziger Jahren ergänzen die Auftritte ehemaliger Mitarbeiter, darunter zwei Lokführer, und einiger Fahrgäste, die sich an ihre Arbeit und manche heiter Anekdote mit der Kleinbahn erinnern.
Über 36 Millionen Personen und über fünf Millionen Tonnen Güter beförderten die schnaufenden Dampflokomotiven in den 55 Jahren des Bestehens der Kreisbahnen, ehe sie dem Individualverkehr u, den Kraftomnibussen und Privatautos mit Beginn der Wirtschaftswunderzeit weichen müssen. Mehr Weitblick von Politikern und Verwaltungsfachleuten hätte zur Erhaltung des Schienennetzes führen und elektrischen Straßenbahnbetrieb ermöglichen können.
Das Aufnahmeteam ist den fast verwischten Spuren der Bielefelder Kreisbahnen nachgegangen, die bis auf die Insel Borkum.
Preis: 9,90 Euro
Bethel - Sozialgeschichte made in Bielefeld
In der Gemeinde Gadderbaum unmittelbar vor den Toren der Stadt Bielefeld gründen 1867 engagierte Bürger der Stadt ein Heim für epilepsiekranke Menschen. 1872 übernimmt Friedrich von Bodelschwingh die Leitung dieser "Rheinisch-westfälischen Anstalt für Epileptische". Noch ist es nicht absehbar dass sich die Einrichtung ion etwas mehr als 100 Jahre von einer kleinen Privatanstalt zum größten diakonischen Unternehmen Europas entwickelt. Bis heute sind die Grundzüge der von Bodelschwinghschen Idee des Miteinanders von behinderten und nicht-behinderten Menschen in Bethel uns seinen Einrichtungen prägend. Aber kaum jemand weiß, dass Bethel schon im vorletzten Jahrhundert den Gedanken des "Recycling" verwirklichte, z.B. mit der Brockensammlung. Auch das Friedrich von Bodelschwingh maßgeblich an der frühen Sozialgesetzgebung mitwirkte, ist weitgehend unbekannt.
Für die DVD "Bethel - Sozialgeschichte made in Bielefeld" ging "TRI-ERGON Film - die Medianagentur!" in die Archive von Bethel und fand dort unter anderem die ersten Werbefilme aus den 1920er und 1930er Jahren und viele Bilder und Dokumente, die die Geschichte der Stiftung erzählen. Die DVD bringt die v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel - mit dem Namen des 1910 verstorbenen Geistlichen, Reformers und Organisationstalent - von damals bis heute mit anschaulichen Hintergrundinformationen dem Betrachter nahe.
Preis: 14,90 Euro
Bielefeld – die Leinenstadt
Vom Handel zur Industrie
Das Leineweber-Denkmal auf dem Altstädter Kirchplatz steht für die fast vergessene, Jahrhunderte alte Tradition der Ravensberger Bauern: sie bearbeiteten Flachs zu Tuch – erst für den Eigenbedarf und schließlich für die Bielefelder Kaufleute. So begrüßte die Stadt ihre Bahnreisenden bis in die 1980er Jahre mit : "Bielefeld, die Leinenstadt". Das war mehr als nur ein Slogan, zeigte er doch, wie die Bielefelder einen ganzen Industriezweig zu ihrem Markenzeichen machten.
Mit interessanten Film- und Bilddokumenten aus dem vergangenen Jahrhundert illustriert die DVD der Bielefelder "TRI-ERGON FILM – Die Medienagentur!" den Weg der heimischen Textil- und Bekleidungsindustrie von ihren Anfängen bis heute. Besonders interessant: der "Leinenfaden" zog quasi die Metallindustrie nach Bielefeld, denn ohne Maschinen ließen sich Stoffe und Bekleidung nicht im großen Maßstab herstellen. Die Autoren lassen Zeitzeugen, Historiker und Nachkommen der ersten Kaufleute aus der Leinenstadt über die spannende Entwicklung "Vom Handel zur Industrie" berichten.
Als Bonusmaterial enthält die DVD den 1952/53 entstandenen Kurzfilm "An einem Faden" des Bielefelder Filmproduzenten Eberhard Stock (1915 - 2002). In seinem "Entwicklungsbild einer Stadt" dokumentiert er das industrielle Bielefeld der Nachkriegszeit. Der Kulturfilm lief in deutschen Kinos und erhielt das Prädikat "wertvoll".
Preis: 14,90 Euro
"Der Haller Willem"
1886 verändert eine regionale Eisenbahnverbindung das Leben am Teutoburger Wald. Sie gilt als Initialzünder für die regionale Wirtschaft zwischen Bielefeld und Osnabrück. Gleichzeitig beendet sie auch eine Epoche: die Zeit des Pferdefuhrwerks. Mit solch einem Transportmittel hatte der Haller Wilhelm Stuckemeyer schon Jahre vor dem Bahnlinienbau Waren von Halle nach Bielefeld und zurück gebracht. In Erinnerung an den beliebten Fuhrmann trägt die Bahnline heute seinen Namen: "Haller Willem".
Diese DVD erzählt von der 125 jährigen Geschichte der Bahnlinie, ihrem Niedergang zum Ende des vergangenen Jahrhunderts und der Wiederinbetriebnahme im Jahr 2000. Tri-Ergon Film ist es gelungen, bisher unveröffentlichte Bilder aus der Nachkriegszeit, Dokumentaraufnahmen von der Neugestaltung des "Haller Willem" und Mitfahrten im Führerstand auf der Strecke Bielefeld – Osnabrück aus zwei Jahrzehnten zu vereinen.
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