Volles Haus und volles Programm beim Tag der offenen Tür am Gymnasium am
Waldhof: Schüler tanzten, sangen und ließen ihre Instrumente krachen und von selbstgebackenem Brot probieren, verkauften ihre neue Schülerzeitung - und vieles mehr.
Zahlreiche Informationsstände und Aktivitäten Physikexperimente, Französischquiz oder Knobelaufgaben, bei denen die Viertklässler etwas selbst ausprobieren konnten, lockten die Besucher an. Für Beratung und Fragen standen den angehenden Fünftklässler und Eltern jederzeit Lehrer zur Verfügung.
Zweimal zeigten acht Schülerinnen der Klasse 8c ihren Salsatanz, den sie im Sportunterricht parallel zum Basketballtraining eigenständig einstudiert hatten. Zwei Schülerinnen, die den Tanz bereits beherrschten, brachten es den anderen bei und überlegten sich eine eigene Choreographie. Diese probten sie immer wieder, mehrere Sportstunden lang, bis sie sie problemlos vorführen konnten.
"Das war nicht immer leicht", sagte Nora (14), die die Idee für den Tanz hatte. "Es war anfangs schwer, dass alle die schwungvollen Bewegungen im selben Moment machten, wir mussten ja schließlich synchron sein." Für die Kostüme war Julia (13) zuständig. Sie brachte vier von ihren Kleidern mit und verlieh sie an ihre Mitschülerinnen, die von den Prachtstücken total begeistert waren.
Neben den vielen Attraktionen, die im ganzen Haus zu finden waren, führten Hannah (13) und Michelle (12) aus der siebten Klasse zweimal ein kleines Duett auf. Sie sangen "Someone like you" und "Geronimo". Michelle sagte zwar, dass sie ihren Auftritt noch einen Ticken hätte besser machen können, doch das Publikum klatschte begeistert Beifall. Auch die Lehrer waren ganz stolz auf die Auftritte ihrer Schüler und lobten sie kräftig.
Für zwei Euro war auch die neue, druckfrische Schülerzeitung "Blue Owl" zu erhalten. Die hatten Schüler der Klassen 6b und 6d mit Elftklässlern aus dem Pädagogik-Leistungskurs erarbeitet hatten. Beriche über ihr Zeitungsprojekt, die Bunker-Baustelle nebenan, Weihnachtsmarkt-Umfrage, Witze, Rätsel, Meckerecke, Interviews mit den neuen Fünftklässlern und Lehrern - nach sechs Schulstunden, dem Besuch einer NW-Journalistin, langem Recherchieren, Gesprächen mit Druckereien und Sponsoren, war die neue Schülerzeitung fertig.
"Es war sehr schwer, erst einmal eine Druckerei zu finden, die die Zeitungen kostengünstig druckt", erklärte Jana (17). Die Zeitungen verkauften sie nicht nur in der ersten Etage an ihrem Stand, der hauptsächlich unter Beaufsichtigung der Elftklässler war, sondern die Sechstklässler rannten überall herum und versuchten ihre Zeitung an den Mann zu bringen - mit Erfolg! Und der motiviert: "Wir wollen auf jeden Fall weitere Ausgaben machen", berichtet Niklas (17).
Druckfrisch | FOTO: SARAH STODIECK