,,Aua, mein Daumen", diesen Ausruf hat man in den Physikräumen des
Max-
Planck-Gymnasiums in den letzten Wochen öfter gehört. Seit November haben die Schüler der achten Klassen an ihren selbst entworfenen Mausefallenautos gebaut. Jeder hat mitgeholfen.
Ein Beispiel haben sie von ihren Physiklehrern bekommen und mussten dann ihre eigenen Ideen umsetzen. Bei dem Auto von Hamzas Gruppe wird die Mausefalle mithilfe eines Stabes und eines Fadens an der hinteren Achse des Autos befestigt. Der Faden wird um die Achse gewickelt, sodass sie sich dreht, wenn die Mausefalle zuschnappt: Der Faden wird dadurch wieder abgewickelt, die Achse dreht sich und das Auto fährt. Das Material für den Bau der Autos konnten sich die Gruppen selbst zusammenstellen. Vorgabe war nur, eine Mausefalle als Antrieb zu nutzen und keinen weiteren Motor einzubauen.
Die Fahrzeuge bestehen aus Holz, Lego oder Styropor, allesamt leichte Materialien, die sich gut bearbeiten lassen und den Kraftaufwand gering halten. "Schallplatten eignen sich besonders gut als Räder", erklärt Philipp. Die mit viel Ehrgeiz hantierenden Schüler bauten weiter an ihren Mausefallenautos, bis sich die Fahrzeuge in Wettkämpfen beweisen mussten. Die zwei Sieger der Klassen zogen nun in das große Schulfinale ein. Dort hofften alle zehn Teams der fünf Parallelklassen, dass ihr Auto die weiteste Strecke fährt. "Unser Auto ist das schnellste", oder "hoffentlich gewinnen wir", rufen die motivierten Schüler zu Beginn des Rennens. Gewonnen hat schließlich das Team von Philipp F. aus der 8b. Sein Auto schaffte die Strecke von 14,85 Metern.
Strahlender Sieger | FOTO: ANNE MIDDELBERG