Na, das gefällt den Schülern bestimmt: Zeitunglesen dürfen sie bald im Unterricht - und dafür saßen ihre Lehrer jetzt auf der Schulbank. Was einen guten Bericht ausmacht, unterschiedliche journalistische Stilformen, der Aufbau der Zeitung und vieles mehr stehen bei den NW-
Zeitungsprojekten "Klasse!" und "Klasse! Kinder" auf dem Programm. Rund 200 achte und neunte sowie dritte und vierte Klassen sind in diesem Schuljahr dabei.
Sechs Wochen bekommen sie die Zeitung in die Schulen geliefert, für jeden Schüler ein eigenes Exemplar. Und auch einen eigenen Bericht für die NW dürfen die Klassen schreiben.
"Das Projekt ist eine gute Möglichkeit, den präzisen Gebrauch von Sprache einzuüben und anzuwenden", sagt Anne Middelberg, Lehrerin am Max-Planck-Gymnasium beim Auftaktseminar in der Sparkasse. "In der Zeitung finden die Schüler auch Themen, die ihr direktes Umfeld betreffen", ergänzt Susanne Mey, Lehrerin an der Vogelruthschule. Sie freut sich auf das gemeinsame Leseerlebnis mit ihrer vierten Klasse. Für viele Schüler sei es wichtig, die Zeitung überhaupt erst einmal kennenzulernen. "Für sie ist das der erste Kontakt."
Das bestätigt auch Dirk Rathmann von der Martin-Niemöller-Gesamtschule. Die ist mit allen acht achten Klassen dabei - zum wiederholten Mal. Die Schüler lernten mit dem Projekt auch, selbstständig zu arbeiten, Schwerpunkte zu setzen - und übergeordnete Ziele zu verfolgen. "Auch für die Berufsvorbereitung ist Zeitunglesen super", sagt Inga Ahorn, Lehrerin an der Brackweder Realschule. Selber einen Bericht veröffentlichen zu dürfen, sei ein toller Anreiz.
Auf klasse Themen der Schüler freut sich auch Carsten Heil, stellvertretender NW-Chefredakteur. Und ergänzt: "Bei der Vielzahl an Medienangeboten, die wir heute haben, hilft das Projekt auch, sich darin zurecht zu finden und die Medienkompetenz zu stärken."