Mittwoch, 23.05.2012
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21.05.2011
BIELEFELD-MITTE
Die Kneipenrallye durch den Westen - chronologisch
KNEIPENWELT UND PARTYS: In Wort und Bild
VON ROUVEN RIDDER

Zu Neunt am Start im Mellow Gold | FOTO: MICHAEL KLEIN

Der Westreporter hat mit einigen Leuten am Freitagabend eine Kneipenrallye durch den Bielefelder Westen unternommen. Lesen Sie hier in chronologischer Reihenfolge, was dabei passiert ist.

17.45 Uhr. Der Westreporter begibt sich ein paar Minuten früher zum Startpunkt der Kneipenrallye durch den Westen. Vereinbart war 18 Uhr im Mellow Gold. Dort trifft er interessanterweise den Plan B-Wirt Michael Klein, genannt Michel, mit einem Freund. Das Plan B wurde vorab zum Ziel der abendlichen Kneipenreise gekürt. Michel beginnt seinen Dienst erst um 20 Uhr, wünscht uns aber alles Gute und ein: "Ich warte auf Euch!"

Das Vorhaben des Westreporters, zunächst auf alkoholische Getränke zu verzichten, wird vom Mellow Gold-Wirt Goran Tomic sabotiert: Neben dem bestellten Malzbier gibt er Jägermeister aus, auch für die Runde von Teilnehmern, die eine kompakte und angenehme Anzahl stellt. Wir sind am Anfang zu Neunt (siehe Bild). Einige von ihnen sind mutig und bestellen bereits am Start schon Bier.

18.40 Uhr. Wir sind nach gegenüber, ins Moccaklatsch, gegangen. Da uns die Sonne aber noch ein paar warme Strahlen vor der Tür beschert, beschließen wir kollektiv, ein Bier draußen vor der Tür zu trinken. Die Gruppe vergrößert sich: Holger wurde über Twitter herdirigiert und bald ziehen wir weiter ins Stolander.


19.20 Uhr. "Oh, mein Gott. Sie sind hier!" steht jetzt im Facebook-Profil des Stolander-Wirts Karl Richter. Und auch: "Die bringen tatsächlich Becks mit!" Einige Teilnehmer haben noch "Pfützen" dabei. Wir bestellen aber neu, dieses Mal mit Variationen wie Berliner Weiße oder Cola beim Westreporter. Der Entschluss des Schreibers, bei jedem zweiten Stopp etwas nichtalkoholisches zu trinken, soll sich später noch als Gewinn herausstellen.

Nach einer kurzen Internet-Hilfestellung seitens des Westreporters beim Wirt ("Nein, die ePaper-Artikel der NW lassen sich nicht bei Facebook verlinken") stößt Dirk zu der Gruppe und wir machen uns auf den Weg ins Vahle an der Wertherstraße.

Unterwegs entdecken wir in einem Auto einen Fußballspiel-Planer und ein Schreiben der Firma Schüco. Die Gerüchteküche brodelt in Bezug auf Arminia sofort. Aber leider können wir das Schreiben nicht entziffern.

19.50 Uhr. Im Vahle angekommen stellen wir fest, dass von allen - mittlerweile elf - Teilnehmern nur Katrin und Mathias schon einmal dort zu Gast waren. Macht das Lokal von außen den Eindruck einer Kneipe, stellt es sich von innen als etabliertes Familienrestaurant heraus. Die Sonne, die am Freitagabend auf die großen Fensterflächen scheint, sorgt im Inneren der Gaststätte für ein sehr warmes Klima. Dies und die Tatsache, dass wir mit unserer heiteren Stimmung stören könnten, führt dazu, dass wir nur für ein Getränk bleiben, bald zahlen und zum Jordan aufbrechen. Wir nehmen aber interessiert zur Kenntnis, dass hier mittwochs gut Schnitzel zu essen sind.20.20 Uhr. Vor dem Jordan müssen wir feststellen, dass es heute geschlossen hat. Obwohl der freitägliche Kickerabend dort im Westen berühmt ist. Sowas! Mathias schlägt vor, stattdessen ins benachbarte "La Strada" in der Siechenmarschstraße zu gehen und wir stimmen sofort zu. Mathias vergisst nicht zu betonen, dass er und seine Partnerin Katrin sich dort oft etwas zu Essen holen. Die restlichen Teilnehmer bemerken anhand von Kostproben, dass dies gute Gründe hat.

Einige sind ganz angetan davon, direkt in die Küche gucken zu können und Dirk schwärmt in höchsten Tönen vom mediterranen Ambiente des Lokals. Er besorgt sich eine Karte vom "La Strada" und wird dort wohl demnächst häufiger zu sehen sein.

In der Zwiebel. | FOTO: ROUVEN RIDDER

20.50 Uhr. Wir landen in der "Zwiebel" in der Stapenhorststraße. Die klassische, nur von Norbert Budewig betriebene Kneipe gefällt sofort allen Teilnehmern wegen ihres rustikalen und heute nur noch selten gesehenen Charmes. Wir setzen uns komplett an einen Rundtisch und die Atmosphäre gebietet es uns, fast vollständig "Herrengedecke" zu bestellen. Während wir Pils, Bulette und Korn genießen, erzählt uns Wirt Norbert, dass er mit seinen 72 Lebensjahren der älteste Ein-Mann-Kneipier Bielefelds sei. Und außerdem mit 35 Jahren "Zwiebel" auch noch der beständigste. Hier halten wir uns ein paar Minuten länger auf.

21.40 Uhr. Direkt gegenüber der "Zwiebel" befindet sich an der Stapenhorststraße das altehrwürdige Bewekenhorn. Dort geraten wir im Fußballzimmer in den Genuss des Relegations-Fußballhinspiels Dynamo Dresden gegen Vfl Osnabrück. Nach dem Dresdner Eigentor stoßen Roland und Frank zu uns und wir sind inzwischen 14 Personen in der Gruppe. Während wir ein Gemälde des alten Bewekenhorn-Gebäudes bewundern (siehe Fotostrecke), würdigt Mathias das Münchner Augustiner-Bräu, das dort ausgeschenkt wird.

22.20 Uhr. Im Fidibus müssen wir eine unschöne Nachricht hören: Ein neuer Pächter wird dort gesucht. Der ist aber noch nicht gefunden. Und sollte dies so bleiben, macht das Lokal zum 11. Juni zu. Das wäre nach Tinneff und Linie 4 die nächste Kneipen-Lücke an der Stapenhorststraße. Etwas wehmütig von dieser Neuigkeit erfahren wir dann über die Leinwand von dem Ausgleich in Dresden.

22.50 Uhr. Entspannung unter freiem Himmel. Bei gutem Wetter können wir gar nicht in den "Koch" am Siegfriedplatz, nehmen aber gerne stattdessen vor der dazugehörigen Außengastronomie, der "Supertram", Platz. Roland und Frank genießen das dort ausgeschenkte Bioland-Bier aus dem Kreis Höxter, andere trinken wie der Westreporter einen Kaffee. An der Holzbank unterhält uns Katrin mit Musik vom Handy, während Jan und Mathias auf den grünen Plastikstühlen neben der Tram Platz nehmen. Dann gesellt sich Leserin Melanie mit einem Freund zu der Gruppe und wir sind schon zu 16.
Im Konsulat | FOTO: ROUVEN RIDDER

23.30 Uhr. Im Konsulat an der Ecke Siegfried- und Schloßhofstraße steppt der Bär. Wir haben Mühe, an der Theke Platz zu finden. Als Wirt Savvas Tsitiridis mitbekommt, dass wir da sind, spendiert er gefühlte Gallonen seines derzeitigen Leibgetränks: Apfelkorn. Dadurch wird die Stimmung deutlich "ausgelassener". Vor der Tür treffen wir Bielefelds bekanntesten Cartoonisten Ralph Ruthe. Dann erbittet Anina vom Wirt flüsternd einige seiner Nelken, denn...

0.00 Uhr. ...in der nächsten Station, im Kochsiek in der Arndtstraße, heißt es "Happy Birthday to you". Roland feiert Geburtstag, es gibt ein Ständchen und Blumen dazu. Als Dank spendiert er uns - von Savvas angeregt - eine Runde Apfelkorn.

0.40 Uhr. Nachdem Melanie sich mit ihrem Freund verabschiedet hat, haben wir es inzwischen ins Desperado geschafft. Dort gibt es - wie gewohnt - gute Rockmusik aus den Lautsprechern. Der Blick nach gegenüber in die Wunderbar verrät: Dort können wir zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr hinein, so viele Menschen versammeln sich bereits davor. Einige Mitstreiter in den Reihen erledigen kurze Geschäfte in der Westside Lounge, dann geht es um...

1.01 Uhr. ...in den Biergarten des Café Berlin. Obwohl wir kurz überlegt hatten, das Lokal auszulassen, wurden wir von einigen Begleiterinnen überredet, dort noch einzukehren. Sie wollten ein paar der Cocktails genießen, deren Qualität sie vom Café schätzten. Die übrigen Teilnehmer nehmen sich eine Auszeit und bestellen sich etwas ohne Alkohol. Roland hat sich verabschiedet, um am Folgetag seinen Geburtstag genießen zu können.

Am Ziel Plan B angekommen. | FOTO: ROUVEN RIDDER

1.36 Uhr. Wir sind bereits unterwegs zum Zielort Plan B. da erhalten wir per Twitter die Nachricht von Nutzer 'derpicard': "wie lange noch bis zum Plan? Michel will schon zu machen!"
Doch wir machen Michel einen Strich durch die Rechnung und tauchen wenige Minuten später bei ihm auf. Damit haben wir unser gesetztes Ziel erreicht und 15 Kneipen an einem Abend abgeklappert. Michel schenkt uns eine seiner Spezialitäten, den "Mexikaner". aus. Dabei handelt es sich um einen Schnaps auf Wodka-Basis, mit Tomatensaft, Tabasco und Pfeffer. Wir bestellen außerdem sein neues Bier "Delirium Tremens", ein belgisches Starkbier. Letzteres kommt aber je nach Geschmack  unterschiedlich an.

Zirka 2.30 Uhr. Überraschende Wendung am Ende: Wir machen die "16" doch noch voll. Mitstreiter Holger überredet uns noch, doch einmal in die Wunderbar im Vier-Kneipen-Eck zu gucken. Und tatsächlich hat es sich dort immerhin so geleert, dass wir darin zumindest stehen können. Dort wird auf den Tischen getanzt und der Wirt Valter Domingos tut seinen Leuten jede Menge Getränke aus. Wir gratulieren ihm nachträglich zum Geburtstag, der hier Schreibende verbringt selbst noch ungefähr eine Stunde gerne dort, mit den Verbliebenen der Tour.

Geburtstags-Zigarre. | FOTO: ROUVEN RIDDER

Fazit: Wir machen das so schnell nicht noch einmal. Jedenfalls nicht in diesem Gewaltakt. Aber gerne noch einmal in kleinerer Lokal-Stückzahl.

Die Rallye bzw. Tour war zwar anstrengend, hat aber allen Teilnehmern einen riesigen Spaß bereitet. Vor allem haben einige Mitstreiter neue Lokale für sich entdeckt, wo wir sie wahrscheinlich künftig häufiger antreffen werden.

Danke an alle Wirte, dass sie so toll mitgemacht und uns ertragen haben. Ihr seid super.

Fotostrecke
 
Klicken Sie auf ein Foto, um die Fotostrecke zu starten (32 Fotos).






Kommentare
Der Auftritt einiger Leute des 1.Fotos in einer bestimmten City außerhalb Beulefelds war alles andere als nicht durchschaubar, nur mal so im Rückblick. Na ja, man schweigt, genießt und freut sich 8-) Das ging aber nicht nach vorne los!! 8-o


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